Opera 11.10 erschienen: Browser-Innovation aus dem hohen Norden

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opera 11.10
Opera 11.10 ist da. Die neue Version zeigt, dass Microsoft, Mozilla und Google auch künftig aus dem hohen Norden Konkurrenz bekommen. Wir haben uns die neue Version des norwegischen Browsers angesehen, stellen die neuen Features vor und verweisen natürlich auch auf den kostenlosen Download.

Im Browsermarkt kocht es. Der Internet Explorer 9 ist frisch raus, Chrome 10 ist final geworden und auch Firefox 4 ist nach langer Entwicklungszeit endlich erschienen. Nun hat auch Opera seine neue Version 11.10 vorgestellt und gibt sich betont angriffslustig. Wie kann man sich sonst die Wahl des Codenames „Barracuda“ erklären?

Was bringt Opera 11.10 an Neuigkeiten?

Unter der Haube hat sich einiges getan. Opera 11.10 stellt Websites nun dank überarbeiteter Rendering-Engine schneller dar und unterstützt Googles quelloffenes Grafikformat WebP. Es soll sich langsam als Ersatz für JPEG etablieren. Einige Argumente sprechen bereits für dieses Format. Es ist patentfrei und erzeugt im Vergleich zu JPEG kleinere Dateien bei gleicher und teilweise sogar besserer Qualität. Der Nachteil soll nicht verschwiegen werden: Außer Opera, Chrome und einigen wenigen Grafikprogrammen ist die Unterstützung von WebP bislang ausgeblieben. Nicht eine einzige Digitalkamera nimmt Fotos in diesem Format auf.

opera testseite

WebP-Testseite von Google

Auch das Web Open Font Format (WOFF) unterstützt die neue Opera-Version. Damit kann der Browser Schriftarten von Websites nachladen und dann zur Darstellung verwenden. Die Schriften selbst werden beispielsweise als TrueType oder OpenType gespeichert, im Containerformat WOFF komprimiert übertragen und vom Browser ausgepackt. Firefox unterstützt WOFF genau so wie der IE9. Opera wurde außerdem bei der Darstellung von CSS3 verbessert und kann nun mehrspaltige Layouts und Verläufe anzeigen.

webfonts in opera

Hier irrt Mozilla – auch Opera unterstützt jetzt WOFF

Das Flash-Plugin kann Opera nun auf Wunsch im Hintergrund laden und installieren, wenn es noch nicht auf eurem Rechner vorhanden sein sollte. Interessanter ist da schon die Verbesserung des Schnellsurf-Modus Opera Turbo. Der reduziert die Ladezeit von Webseiten auf Kosten der Bildqualität.

opera win turbo

Opera Turbo einschalten

Beim Surfen über GPRS, Modems oder ISDN ist das ein großer Vorteil. Technisch funktioniert das über eine Umleitung aller Grafikdateien über einen Proxyserver von Opera, von dem alle Bilder komprimiert werden. In der neuen Version sehen diese Bilder wesentlich besser aus als zuvor und laden dennoch spürbar schneller. Richtigen Pixelbrei haben wir nicht mehr beobachten können. Laut Opera laden Websites im Turbomodus ungefähr doppelt so schnell.

Opera 11.10: Optische Veränderungen

Vor allem die Vorauswahlfunktion (Speeddial) von Opera wurde runderneuert. Damit kann der Anwender Links zu Websites auf seiner individuellen Startseite anlegen. In Opera 11.10 gibt es keine Mengenbeschränkung mehr.


opera speeddial
Opera Speeddial

Wer will, kann den ganzen Browserbildschirm mit Favoriten belegen. Eine Zoomfunktion hilft, die Übersicht trotz dieser neuen Freiheiten nicht völlig zu verlieren. Eine Funktion, mit der die Icons in Gruppen zusammen gefasst werden können, gibt es leider nicht. Die Reihenfolge der Icons kann aber der Drag und Drop in mühevoller Kleinarbeit verändert werden.

Opera-Schnellwahlfelder selbstgemacht

Die grafischen Bookmarks der Speeddialansicht zeigen einen Ausschnitt der Website. Das mag als visuelle Orientierung genügen, muss es aber nicht. Operanutzer können mit etwas Mühe eine PNG-Grafik mit mindestens 114 x 114 Pixel erzeugen, die im Speeddial angezeigt wird. Im Normalfall nutzt man dafür das Logo. Mit etwas Mühe kann auch der Websitebetreiber ein Icon automatisch bereit stellen. Doch das machen derzeit nur wenige Websites. Deshalb ist es zu begrüßen, dass man nun auch einen kurzen Beschreibungstext unter die Schnellwahlfelder setzen kann. Wer will, kann mit einem Hintergrundbild die Speeddial-Ansicht verschönern.

Darüber hinaus ist auch in der neuen Opera-Version ein E-Mail-Programm, ein BitTorrent-Client sowie die Bookmark-Synchronisierung und sogar ein Dateiserver eingebaut, den man schon aus den Vorversionen kennt. Weitere Informationen zu Opera und seiner Konkurrenz gibt es in unserem vierteiligen Browser-Special.

Loadblog-Fazit: Operas Hersteller zeigt wieder einmal, dass ihm die Ideen für Browser-Innovationen noch nicht ausgegangen sind. Die neue Speeddial-Funktion ist zwar nur eine kosmetische Überarbeitung, aber die Unterstützung für WebP, WOFF und CSS-3-Funktionen sorgen dafür, dass nun vielleicht auch andere Browserhersteller in diesem Gebiet nachziehen. Bei Tabs, dem Seitenzoom und der Startseite haben sich die schließlich Google, Microsoft und Mozilla und zahlreiche Plugin-Entwickler auch fleißig bedient.

DownloadKostenloser Download Opera 11.10 (Windows, Mac OS X, Linux)

Die Browser-Alternative zu IE, Firefox und Chrome

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