Windows 8 für ARM - Programme müssen umgeschrieben werden

Shu On Kwok

Microsoft arbeitet mit Hochdruck an einer Windows 8-Version für die kostengünstigere ARM-Architektur. Mit dieser Version will Microsoft endlich auch im Tablet-Markt stärker auftreten. Leider müssen dann die Software-Hersteller ihre Programme für die ARM-Architektur umschreiben.

Einen nicht gerade kleinen Dämpfer hat Microsoft bei der Entwicklung von Windows 8 für ARM-Systeme einstecken müssen: aktuelle Windows Programme laufen nicht unter der ARM-Version des Microsoft-Betriebssystems. Auf Intel-Plattformen laufen die getesteten Programme fehlerfrei, aber auf der zumeist auf Tablets und Smartphones eingesetzte ARM-Architektur funktionieren die Programme nicht.

Das hat natürlich Auswirkungen auf die Programme. Software-Hersteller müssen ihre Windows Anwendungen komplett überarbeiten, so dass diese auch auf ARM-Systemen laufen können, wenn Windows 8 für ARM-Systeme veröffentlicht wird. Selbst Microsoft muss seine eigenen Produkte wie Internet Explorer, MS Office oder andere anpassen. Teilweise hat Microsoft das auch schon für die Demo auf der CES 2011 getan, aber natürlich sollte Microsoft vor Veröffentlichung von Windows 8 für ARM auch die Dritthersteller auf seiner Seite haben, damit dann auch genügend Anwendungen vorhanden sind.

Microsoft demonstriert Windows 8 für ARM während der CES 2011 Keynote.

Für den Enduser bedeutet das nun höchstwahrscheinlich, dass dieser noch genauer hinschauen muss, wenn dieser plant Windows 8 auf einem ARM-System einzusetzen, ob gewünschte und benötigte Programme auch für ARM-Systeme vorhanden sind.

Microsoft soll laut zahlreichen Berichten im Internet Windows 8 für ARM noch vor der Desktop-Variante auf den Markt bringen, diese sollte laut inoffizieller Roadmap in 2012 erscheinen. Ob die aktuellen Probleme mit den Programmen für Windows 8 für ARM nun die Veröffentlichung verzögert, ist leider nicht bekannt.

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