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Französische Sprüche

Wie auch im Deutschen, werden im Französischen gerne Tiervergleiche in den Phrasen und Idiomen verwendet. Ein gern gesehener Gast ist hier die Kuh, welche allein durch den Ausdruck „Ah, la vache!“ (dt. Oh, die Kuh!) sehr häufig im französischen Sprachgebrauch vorkommt. Im Deutschen würden wir wohl am ehesten „Meine Güte!“ oder auch „Verdammt!“ sagen.

Die Kuh kommt aber ebenso vor, wenn jemandem ein Kleidungsstück nicht steht oder passt. So sagt man „Ça lui va comme un tablier à une vache“ was wörtlich übersetzt „Das steht ihr so gut, wie einer Kuh eine Schürze“ bedeutet.

Wenn sich Personen nicht leiden können, sind sie nicht unbedingt gleich wie „Hund und Katz“ sondern wie „Milch und Zitrone“ (frz. Être comme lait et citron). Wenn man dagegen etwas anfängt, muss man es auch fertig machen, oder wie der Franzose sagt „Quand le vin es tiré, il faut le boire.“ (dt. Wenn der Wein erst einmal entkorkt wurde, muss man ihn auch austrinken).

Ah, la vache!

Es geht aber auch noch eine Stufe abstrakter: Wenn man von jemandem versetzt wird, bekommt man anstelle eines Korbes ein Kaninchen überreicht (frz. Se faire poser un lapin). Und wenn jemand seine Meinung zu einem bestimmten Thema ändert, kann man auch „Virer son pantalon“, also auf Deutsch „seine Hosen umstülpen“ sagen.

Kurios ist ebenfalls die Umschreibung, wenn man von jemandem ausgetrickst bzw. übers Ohr gehauen wurde. In so einem Fall wird in Frankreich nämlich der Fisch ertränkt: „Noyer le posson.“

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Bildquelle: Dudarev Mikhail via Shutterstock