MTV EMA 2013: Miley Cyrus pafft Joint, die Gewinner und die Highlights

Peer Göbel

Die Gewinner-Liste der MTV European Music Awards 2013 liest sich wie das Grauen der Musikindustrie-Konserve: Justin Bieber, Katy Perry, One Direction, Miley Cirus, Bruno Mars. Und auch unter den Alternative- und Lebenswerk-Preisen gibt es keine großen Überraschungen – Schulterklopfen für den Trend.

MTV EMA 2013: Miley Cyrus pafft Joint, die Gewinner und die Highlights

Diese Branchen-Preise sind ja immer ein sich selbst erhaltendes System: Wer am meisten verkauft und gespielt wird, bekommt dann noch wegen des Erfolgs Preise wie den MTV EMA oder den Grammy (egal ob über Publikums-Voting, Jury oder reine Zahlen), und verkauft dann über die neue PR wieder mehr. Aber gut, Musik ist natürlich ein Geschäft, und kann für ganz unterschiedliche Zwecke und Situationen benutzt werden (zum Tanzen, zur Unterhaltung, im Hintergrund laufen lassen, zum Zuhören, zur Abgrenzung, zum Autofahren etc.), da muss nicht jeder Song Seele haben.

Die MTV EMAs 2013 feiern die großen Inszenierungen und millionenschweren Produktionen, weil das eben die Musik ist, die von den meisten Leuten gehört wird – und das kann ja auch durchaus Spaß machen. Am gestrigen Abend in Amsterdam fand die Verleihung statt, zum 20. Mal wurden die europäischen Preise als Pendant zu den amerikanischen MTV Video Music Awards verliehen – und vielleicht ist auch langsam die Zeit dieses Musikfernsehens abgelaufen, nicht umsonst startete YouTube gerade eigene Musik-Awards. Die MTV-Show bot kalkulierte Skandale und Live-Auftritte, angefangen bei Miley Cirus, die im Raumschiff in den Saal schwebte und später einen Joint aus der Tasche zog und anzündete (Amsterdam, ihr wisst schon).

Eminem sackte mit dem Hip-Hop- und „World Icon“-Preis seinen 12. und 13. EMA ein – und ist damit wieder an Lady Gaga vorbeigezogen. Und performte dann „überraschend“ Berzerk/Rap God.

Und gab es musikalisch auch was Interessantes? Als Newcomer wurden die US-Rapper Macklemore & Ryan Lewis geehrt, die ja sowieso gerade überall die Runde machen, als Worldwide Act gewann die chinesische Sängerin Chris Lee. Die Elektronik-Sparte ging wenig überraschend an Avicii, im Rock-Bereich räumten Green Day (die gibt’s noch?), Linkin Park (haben die nicht letztes Jahr schon gewonnen?) und Thirty Seconds to Mars ab.

Die komplette Show kann man auf der MTV-EMA-Seite ansehen.

MTV EMA 2013: Die Gewinner

BEST SONG
Bruno Mars – “Locked Out Of Heaven“

BEST VIDEO
Miley Cyrus – “Wrecking Ball“

BEST NEW
Macklemore & Ryan Lewis

BEST FEMALE
Katy Perry

BEST MALE
Justin Bieber

BEST POP
One Direction

BEST LIVE
Beyoncé

BEST HIP HOP
Eminem

BEST ROCK
Green Day

BEST ELECTRONIC
Avicii

BEST ALTERNATIVE
Thirty Seconds To Mars

BEST LOOK
Harry Styles

BIGGEST FANS
Tokio Hotel

BEST WORLD STAGE
Linkin Park

BEST PUSH
Austin Mahone

WORLDWIDE ACT
李宇春 Chris Lee (Mainland China/Hong Kong/Southeast Asia/Taiwan)

GLOBAL ICON
Eminem

BEST GERMAN ACT (bereits im Oktober ermittelt)
Lena

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