Zunächst haben wir uns angesehen, welche Spannung die Desktop-Charger liefern, wenn sie kein USB-Gerät aktiv laden. Außerdem hat uns der Eigenverbrauch im Idle (also ohne Ladevorgang, aber angeschlossen an eine Steckdose) interessiert. Ist es schlimm, dass alle vier ohne Ein- und Ausschalter daherkommen?

Spannung

ModellSpannung
EasyAcc K-5B255,02
Aukey PA-U145,19
Anker A21235,14
RAVPower RP-UC105,14

Wir sehen, dass die letzteren drei Ladegeräte etwas mehr Spannung als 5 Volt liefern. Das ist durchaus so vorgesehen, gibt es doch immer einen gewissen Spannungsverlust im Kabel. Wie auf der letzten Seite beschrieben, kann eine leicht erhöhte Spannung durchaus Sinn machen. Bis 5,25 Volt liegen hier im Rahmen, seit Kurzem sogar 5,5 Volt, wobei bei dieser Größenordnung durchaus Probleme mit angeschlossenen Geräten auftreten könnten.

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Eindeutiger Verlierer in diesem ersten Test ist das Gerät von EasyAcc mit lediglich 5,02. Hier liegt die Vermutung nahe, dass beim tatsächlichen Ladevorgang unter 5 Volt geliefert werden könnten.

Eigenverbrauch

ModellVerbrauch
EasyAcc K-5B250,8 Watt
Aukey PA-U140,6 Watt
Anker A21230,9 Watt
RAVPower RP-UC100,8 Watt

Das PA-U14 verbraucht im Idle mit 0,6 Watt am wenigsten Strom, obwohl es die höchste Spannung an die Ladeports anlegt und gefällt uns hier deswegen am besten. Dennoch: Auch 0,6+ Watt machen sich auf Dauer auf der Stromrechnung bemerkbar. Das ist ein Stromverbrauch, der einfach nicht sein muss. Ein richtiger Aus-Schalter wäre bei allen Geräten angebracht gewesen - vor allem heutzutage.

HTC One (M7)

htc-one
Für den Test musste mein gutes, altes HTC One (M7) herhalten.

Zunächst schauten wir uns den Ladevorgang beim HTC One (M7) genauer an. Die wichtigste Angabe zur Ladegeschwindigkeit ist die Amperezahl. Alle Geräte können das Smartphone praktisch mit der Maximalanzahl von 1 A laden. Ob das an der höheren Spannung oder den Zusatzchips liegt, konnten wir leider nicht überprüfen. Vielleicht hängt beides auch zusammen.

Nur das EasyAcc-Gerät schafft lediglich 0,81 A. Bei diesem ist uns auch aufgefallen, dass die Amperezahl hier variieren kann. Während bei 60 Prozent auch das EasyAcc teilweise 0,96 A schaffte, gelang das den anderen auch bei 90 Prozent Ladestand des Akkus.

ModellSpannungStromstärkeLeistungVerbrauch LadegerätEffizienz Ladegerät
EasyAcc K-5B254,95 Volt0,81 Ampere4,017,4 Watt, stark schwankend54 Prozent
Aukey PA-U145,12 Volt0,96 Ampere4,927,6 Watt65 Prozent
Anker A21235,15 Volt0,96 Ampere4,947,1 Watt70 Prozent
RAVPower RP-UC105,07; 5,090,96 Ampere4,897,3 Watt67 Prozent

Auch der Verbrauch des Ladegerätes selbst war nicht überzeugend, ca. 7,4 Watt wurden, bei schwankenden Zahlen, verbraucht. Wegen dieser Schwankungen haben wir uns dazu entschieden, das Gerät dahingehend abzustrafen, die niedrigste Stromstärke mit dem höchsten Verbrauch von 7,4 Watt zu verrechnen und kommen auf eine schlechte Effizienz von 54 Prozent.

Die anderen Geräte schaffen hier wesentlich bessere Werte, auch wenn 70 Prozent immer noch einen großen Energieverlust im Netzgerät selbst bedeutet.