EasyAcc

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Auch das EasyAcc-Gerät haben wir nicht bei vollem Akku, sondern bei um die 60-80 Prozent geladen. Zunächst fällt auf, dass der maximale Input von 2 Ampere wohl höchstens bei geringerem Füllstand erreicht werden kann - wir haben bei knapp 80 Prozent getestet und eine geringere Stromstärke erreicht.

ModellSpannungStromstärkeLeistungVerbrauch LadegerätEffizienz Ladegerät
EasyAcc K-5B254,86 Volt1,43 Ampere6,9510,7 Watt, starke Schwankungen65 Prozent
Aukey PA-U145,09 Volt1,44 Ampere7,3310,5 Watt70 Prozent
Anker A21235,17 Volt1,44 Ampere7,4510,8 Watt69 Prozent
RAVPower RP-UC105,06 Volt1,44 Ampere7,2910,2 Watt72 Prozent

Auch hier zeigt das Gerät von EasyAcc wieder stärkere Schwankungen und kann in Sachen Effizienz nicht bei den anderen drei Geräten mithalten.

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In den zwei Tests am überzeugendsten ist bis hierhin das Gerät von Anker, welches bei der höchsten Wattzahl in Sachen Effizienz absolut mithalten kann. Zwar unterscheiden sich die Ladegeschwindigkeiten bei geringfügig voneinander abweichenden Wattzahlen nur im Minutenbereich, am schnellsten fertig ist trotzdem der Anker-Charger - bis jetzt.

Überrascht hat uns, dass sowohl das Gerät von RAVPower als auch das K-5B25 von EasyAcc auf den Port mit geringerer Maximalstromstärke mehr als die angegebene Amperezahl liefern können.

So haben wir festgestellt, dass bei ersterem jeder Port exakt gleich funktioniert, die spezielle Bezeichnung (1 A und 2,4 A) also unsinnig zu sein scheint. Auch auf Nachfrage konnte man uns diese Entscheidung nicht schlüssig begründen, konnte aber bestätigen, dass dies so gewollt ist und es sich nicht um einen Defekt handelt. Auf allen Ports sollte also 2,4 Ampere stehen.

Bei letzterem war dies prinzipiell ähnlich, wobei der erste Port generell der „stärkste“ in Sachen Spannung und Stromstärke war. Auch hier scheint die Bezeichnung unsinnig. Da der erste Port nicht als tendenziell stärkster markiert ist, haben wir ihn in unseren Tests außen vor gelassen, da Normalnutzer nicht über dieses Wissen verfügen und im Zweifelsfall einen anderen (schwächeren) Port wählen.

Diese Erfahrung hat sich auch bei den folgenden Tests wiederholt.

Samsung Galaxy S4

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Das Samsung Galxy S4 kommt im Original mit einem 2-A-Ladegerät daher. Getestet wurde bei ungefähr 55 Prozent Akkustand des Smartphones. Da uns die Werte, die wir mit den vier Chargern erreicht haben, doch recht niedrig vorkamen, haben wir noch ein Samsung-Ladegerät zum Vergleich hinzugezogen, und zwar das vom Note 4:

ModellSpannungStromstärkeLeistungVerbrauch LadegerätEffizienz Ladegerät
EasyAcc K-5B254,92 Volt1,42 Ampere6,99 Watt10, Watt65 Prozent
Aukey PA-U145,01 Volt1,74 Ampere8,72 Watt13.3 Watt66 Prozent
Anker A21235,16 Volt1,74 Ampere8,98 Watt12 Watt75 Prozent
RAVPower RP-UC105,05 Volt1,73 Ampere8,74 Watt12,4 Watt71 Prozent
Samsung-Ladegerät5,31 Volt1,74 Ampere9,24 Watt13,1 Watt71 Prozent

Interessant ist, dass das Note-4-Ladegerät eine sehr hohe Spannung liefert und damit unser Leistungssieger in diesem Test ist. Außerdem liefert es auch nicht mehr Ampere als die anderen. Mehr als 1,75 Ampere scheinen beim S 4 also gar nicht möglich - allerdings haben wir keinen Test bei weniger als 50 Prozent durchgeführt, um dies genauer zu überprüfen.

Ob das S 4 dieses mehr an Leistung durch die höhere Spannung ausnutzen kann, ist wiederum eine andere Frage. Mit 5,31 Volt ist diese auch an der Grenze der USB-Spezifikationen, die vor ein paar Monaten von 5,25 auf 5,5 Volt angehoben wurden.

In unserem kurzen Test konnten wir keine Probleme mit der hohen Spannung feststellen, auf lange Sicht sollte das Note-4-Netzteil aber sicherlich nur mit Geräten benutzt werden, die diese hohe Spannung auch vertragen.

Effizienz-Sieger ist einmal mehr Anker, gefolgt von RAVPower und Aukey. Am schlechtesten schnitt wiederum EasyAcc ab. Bei letzterem Gerät ist uns auch aufgefallen, dass hier zum ersten mal die Port-Wahl einen Einfluss auf die Geschwindigkeit hatte. Der Samsung-Port mit angeblich 1,3 A lud am schnellsten, die anderen waren um die 0,1 A langsamer.

Beim Laden ist uns wiederum aufgefallen, dass sich die Stromstärke nicht verändert, wenn der Bildschirm geladen ist. Das heißt, das im Endeffekt langsamer geladen wird, weil das Smartphone im Betrieb selbst mehr Strom verbraucht.