Allgemeines

Zunächst ein paar allgemein Worte  zu den Ladegeräten: Insgesamt haben wir doch den einen oder anderen Grund zur Beschwerde gefunden:

  • Wir hätten ausführlichere und vor allem immer auch deutsche Anleitungen erwartet. Es kann ja nicht so schwer sein, ein kleines Heftchen in korrekter deutscher Sprache zu veröffentlichen. Nur RAVPower hat dies gut hinbekommen.
  • Die Effizienz der Geräte lässt zu wünschen übrig. Hat man bei Computernetzteilen eine Effizienz von über 80 Prozent, bleiben unsere Testkandidaten weit dahinter. Das ist schade.
  • Auch wegen des Eigenverbrauchs hätten wir uns einen Schalter gewünscht, mit dem man das Gerät ganz ausschalten kann. Keines der vier Geräte konnte hier abliefern.
  • Keiner unserer Test-Kandidaten unterstützt Quick Charge 2.0. Für Geräte, die diese Technologie unterstützen ist immer das Original-Ladegerät und -Kabel allererste Wahl.

Es gibt aber auch sehr Positives zu berichten:

  • Die speziellen Zusatzchips von Anker, Aukey und RAVPower scheinen sich auszuzahlen. Im Gegensatz zur Station von EasyAcc und anderen Geräten in der Redaktion weisen diese die stabilste Spannung und stabilste und höchste Stromstärke auf.
  • Es scheint also nicht nur wichtig zu sein, dass ein bestimmtes Smartphone ein Ladegerät als solches erkennt (und nicht als USB-Port eines PCs mit maximal 0,5 A), sondern als ein zu 100 Prozent kompatibles, um die mögliche Stromstärke voll auszunutzen. Das Versprechen, dass sich das Ladegerät auf das zu ladende Gerät einstellt, wird also eingehalten. Klasse.
  • Selbst als wir verschiedene iPads mit Apple-Ladegerät mit den drei Chargern mit Chip verglichen haben, schnitten diese sogar besser ab: Die Amperestärke ist etwas konstanter und auf dem höchsten Niveau der Apple-Charger, die geringfügig stärkeren Schwankungen unterlagen. Das hätten wir nicht erwartet.
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EasyAcc K-5B25

Zugegeben, die Ladestation von EasyAcc hatte es im Test wirklich schwer. Sie kommt aus einem niedrigeren Preissegment und muss auf einen speziellen Kompatibilitäts-Chip verzichten.

easyacc
Trotzdem wollten wir sie gerne testen, um zu sehen, ob die Zusatzchips der Konkurrenten etwas taugen und ob man bereits für 15 Euro eine gute Ladestation erhält. Die Antwort lautet wohl Jein. Sowohl vom Zubehör als auch von der Ausstattung kann das K-5B25 nicht mithalten. Die Messungen der Ladevorgänge sind durchgehend unterdurchschnittlich. Vor allem die niedrige Spannung überrascht.

Wie beim RAVPower-Gerät ist auch hier die Markierung der Ladeports verwirrend und erscheint unsinnig.

Die Ladestation ist mit 15 Euro am günstigsten. Wenn man auf seinen Geldbeutel achten muss, aber trotzdem eine Mehrfachladestation benötigt, kann man sich das Gerät näher ansehen.

Wenn man gerne bei EasyAcc bleiben möchte, aber trotzdem 6 Ports benötigt, sollte man sich eventuell auch  die große Schwester ansehen, die mit 50 Watt daherkommt.

Aukey  PA-U14

aukey
Das Gerät von Aukey hat uns gut gefallen. Zubehör und Ausstattung stimmen, der Preis ist angemessen. Wieso man eine Anleitung nicht in vernünftigem Deutsch anbieten kann, ist uns aber ein Rätsel.

Die Ladegeschwindigkeit und Effizienz liegt insgesamt nur knapp hinter dem Gerät von Anker. Insgesamt ist das PA-U14 ein gutes Ladegerät, welches nicht ganz mit dem A2123 mithalten kann.

Eine LED hat mir persönlich gefehlt. Es gibt allerdings sicherlich auch Nutzer, die das Licht im Dunkeln stören würde und die das Ganze deshalb als Vorteil sehen.

 

RAVPower RP-UC10

Wie die PA-U14 kann die RP-UC10 nicht ganz mit Anker mithalten. Ausstattung ist mit den unterschiedlichen Ports etwas schlechter und wieso das Ladekabel so kurz ist, können wir nur vermuten.

ravpower
Immerhin finden wir, wie bei Anker, eine LED-Leuchte im Gerät, die den Betrieb anzeigt. Auch Effizienz und Geschwindigkeit sind solide, reichen aber nicht ganz an das A2123 heran.

Verwirrend ist die Angabe der maximalen Stromstärke an den Lade-Ports. So konnten wir an allen sechs ein iPad mit der gleichen Geschwindigkeit von etwas über 2 A laden.

Trotzdem ist das RAVPower ein gutes Netzgerät, welches man ohne Bedenken einsetzen kann.

Anker A2123

anker
Das Ladegerät von Anker, A2123 hat uns, wie bereits angedeutet, in diesem Test insgesamt am besten gefallen. Die Ausstattung ist super, 60 Watt mehr als üppig bemessen. Eine richtige Anleitung auf Deutsch hätten wir uns dann aber doch noch gewünscht.

Schon beim Gewicht des Chargers hat man das Gefühl, etwas Hochwertiges in der Hand zu haben, und so überrascht es dann auch nicht, dass die A2123 bei Effizienz und Ladegeschwindigkeit insgesamt am besten abschneidet.

Übrigens: Anker hat auf Nachfrage bereits bestätigt, dass zukünftig auch eine deutsche Anleitung enthalten sein soll.

Trotz einiger kleinerer Mängel (fehlender Netzschalter) bietet das A2123 das beste Gesamtpaket und hat sich unseren GIGA-Award als Top-Hardware redlich verdient:

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