Am 26. April ereignete sich im Kernkraftwerk Tschernobyl eine der größten Katastrophen der Neuzeit. Bei einer als Übung ausgelegten Simulation kam es zu einem vollständigen Stromausfall, in dessen Folge der Kernreaktor explodierte. Rund 50.000 Einwohner der Reaktor-nahen Stadt Prypjat mussten evakuiert werden.

 

Chernobyl Diaries

Facts 

Die Stadt Prypjat wurde erst 1970 im Zusammenhang mit dem Bau des Kernkraftwerks in Tschernobyl gegründet. Überwiegend fanden dort Arbeiter des Kernkraftwerks mit ihrer Familie ihr Zuhause. Seit fast 30 Jahren steht die ehemalige Stadt nun vollkommen leer. Der Filmemacher Danny Cooke hat eine Drohne losgeschickt mit dem Auftrag, Bilder von der Gegend bei Tschernobyl heute aufzunehmen.

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Tschernobyl heute: Postcards from Pripyat

Die Aufnahmen der Drohne zeigen verlassene Straße und verwaiste Häuser. Auch das „Markenzeichen“ von Prypjat, das geisterhafte Riesenrad, darf in den Aufnahmen aus dem „Postcards from Pripyat“ betitelten Film nicht fehlen.

Wer bereits S.T.A.L.K.E.R. gespielt oder „Chernobyl Diaries“ gesehen hat, wird die geisterhafte Atmosphäre auch in den Drohnenaufnahmen der von Pripyat bei Tschernobyl heute wieder erkennen. Nur, dass es sich hierbei nicht um ein Videospiel, bzw. um einen Film handelt, sondern die Realität.

Tschernobyl heute: So sieht Pripyat 2014 aus

Die Drohne hat Bilder von Pripyat in HD-Qualität aufgenommen. Hier werden die Folgen und der Verfall der Tschernobyl-Katastrophe wieder deutlich sichtbar. Auch 28 Jahre nach dem Unglück von Tschernobyl ist Prypjat heute noch unbewohnbar. In Folge des Reaktorunglücks verloren über 200.000 Menschen ihr Leben. Danny Cooke zeigt nun in „Postcards from Pripyat“, wie sich die Natur ihr Gebiet zurückerobert. Straßen und Gebäude sind inzwischen von Bäumen übersät, der gesamte Ort ist eingehüllt in eine geisterhafte Leere. Auch Innenaufnahmen von Geäbuden und der Schule in Pripyat sind in dem Video zu sehen.

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„Tschernobyl ist einer der interessantesten und gefährlichsten Orte, die ich je besucht habe. Es war ruhig und dennoch sehr beunruhigend an diesem Ort“, sagt Danny Crooke zu seinem Drohnen-Video von der Umgebung um Tschernobyl heute.

Das Vide zu „Postcards from Pripyat“ ist bereits im Sommer entstanden, als Crooke im Auftrag der CBS Aufnahmen für ein anderes Filmprojekt gemacht hat.

Horrorfilme 2017

Martin Maciej
Martin Maciej, GIGA-Experte.

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