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Ich war gerade einmal zehn Jahre alt, als ich mit meinem Game Boy auf der Couch saß und Tom und Jerry spielte, ein eher durchschnittliches Jump’n’Run mit heftigem Schwierigkeitsgrad. Alle meine anderen Spiele hatte ich schon durchgespielt und mir war langweilig, also tat ich mir den mäßigen Titel an. Trotz allem war es doch verlockend, immer weiter im Game voranzukommen, bis ich an eine Stelle kam, bei der ich partout nicht weiter kam. Immer wieder starb ich. Natürlich hatte ich nur eine handvoll Leben und so musste ich mir den verpixelten Dreck wieder von vorne antun, wenn ich Game Over war.

Und so spürte ich das warme und prickelnde Gefühl in meiner Magengegend, das leichte Zittern in meinen Fingern, den kalten Schweiß auf meiner Stirn. Ich spürte sie. Die Frustration. Und dann war ich zum hundertsten Mal Game Over – wieder an genau der gleichen Stelle wie all die Male davor. Ich verlor die Kontrolle und warf meinen Game Boy mit all meiner Kraft auf die Couch. Dabei muss mein Handheld komisch auf dem Sitzkissen aufgeschlagen zu sein, denn mein Game Boy hüpfte noch zwei Mal leicht nach, doch das Spielmodul flog in hohem Bogen aus dem Gerät und schmetterte mit einem befriedigenden Knall gegen die Wand, wo es in all seine Einzelteile zerbrach.

Ich hatte die Kunst des Videospiel-Wutanfalls gemeistert: Das gehasste Spiel ging kaputt, aber mein Game Boy überlebte! Oder ich hatte einfach unglaublich viel Glück. Ich lernte aus dem Vorfall und zerstörte tatsächlich nie wieder Gaming-Software oder -Hardware, weil ich meine Emotionen nicht unter Kontrolle hatte.

Und als Gamer kennen wir alle diese Frustration. Wir alle haben eine Anekdote zu einem Wutanfall parat. Dabei gibt es einige Wege, wie du deiner Wut freien Lauf lassen kannst, ohne für dich oder deine Videospiele eine Gefahr darzustellen. Wir haben einen Guide mit den bestbewährten Gaming-Ausrastern zusammengestellt.