Bild klagt gegen die berüchtigte Rundfunklizenz

Marvin Fuhrmann

Einst machte die Rundfunklizenz berühmten Gaming-Streamern wie Pietsmiet oder Gronkh zu schaffen. Jetzt wird auch von der Bild-Zeitung eine Lizenz gefordert. Doch im Gegensatz zu den Youtubern geht der Verlag hinter der Bild gegen die Aufforderung gerichtlich vor.

Twitch Prime Trailer englisch.

Vor einigen Monaten war die Rundfunklizenz noch in aller Munde. Zahlreiche Streamer wie Gronkh oder die Jungs von Pietsmiet haben Post nach Hause bekommen. Darin wurde ihnen von der Landesmedienanstalt mitgeteilt, dass sie für ihre „regelmäßigen“ Streams eine Rundfunklizenz erwerben müssten, um sie auch weiterhin legal zu betreiben. Gronkh ging dieser Aufforderung nach, während Pietsmiet sich für die Abschaltung ihres 24h-Streams entschieden.

Gronkhs letzte Alternative: Eine Rundfunklizenz

Nun wurde auch der Bild-Zeitung per Post mitgeteilt, dass sie eine Rundfunklizenz bräuchten. Dabei geht es um die drei Video-Livestreams „Bild live“, „Die richtigen Fragen“ und „Bild-Sport-Talk mit Thorsten Kinhöfer“. Gegen diese Entscheidung geht der Axel Springer Verlag nun gerichtlich vor. Ein Schritt, den sich die Streamer vor einigen Monaten nicht getraut hatten. Die Klage gegen die Entscheidung der Landesmedienanstalt ist bereits beim Verwaltungsgericht Berlin eingereicht worden, wie die FAZ berichtet.

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Die größten Skandale 2017 von YouTubern und Streamern.

Zudem hat Axel Springer einen Eilantrag gestellt, der die sofortige Vollziehbarkeit des Bescheids vorerst aussetzen soll. In den kommenden Wochen und Monaten wird sich zeigen, welche Auswirkungen diese Klage auf die Entscheidungen der Landesmedienanstalt und die Rundfunklizenz allgemein haben.

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