Brasilianischer Politiker will brutale Spiele als illegal einstufen lassen

Daniel Hartmann 3

Der Politiker Júnior Bozzella hat einen Gesetzesentwurf eingereicht, welcher brutale Spiele für illegal erklären soll und damit viele Spieler in Brasilien kriminalisiert. Der Verstoß gegen dieses Gesetz soll drei bis sechs Monate Haft nach sich ziehen, wie die brasilianische Seite UOL berichtet.

Die Haftstrafe oder eine Geldstrafe richtet sich gegen Personen die Spiele mit brutalen oder kriminellen Inhalten „entwickeln, importieren, verkaufen, transferieren, ausleihen, verfügbar machen oder leasen.“ Diese Strafen können sich sogar verdreifachen, sollte die Nutzung eines Massenmediums oder des Internets involviert sein. Für Bozzella sind brutale Spiele der Grund, warum junge Menschen Gewalt „trivialisieren“ und diese für „die Formierung gewaltbereiter und verwirrter Bürger“ verantwortlich zu machen sind.

Auch in anderen Ländern werden häufig Videospiele als Ursache für Gewalt vorgeschoben. In Indien wurden vor kurzem Jugendliche für das Spielen von PUBG verhaftet und in den USA verlangt ein Politiker eine Steuer auf Spiele mit gewalttätigen Inhalten.

Bis dieser Gesetzesentwurf tatsächlich geltendes Recht wird, ist es noch ein weiter Weg – aber sollte er angenommen werden, hätte es drastische Auswirkungen auf die Videospielindustrie in Brasilien. Spieler in Brasilien haben es eh schon nicht leicht. Die PlayStation 4 kostete zum Release 1.800 Dollar und ein Gesetz, welches Spiele und Spieler kriminalisiert, dürfte noch mehr negative Folgen für den Status der Videospielindustrie in Brasilien haben.

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Viele Politiker sehen in Gewalt in Videospielen die Wurzel vielen Übels, auch wenn es Studien gibt, die das Wiederlegen. Warum glaubst du machen es sich Politiker zum Ziel Videospiele an den Pranger zu stellen? Schreib deine Meinung in die Kommentare.

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