Das sind die FBI-Akten aus der Gamergate-Affäre

Martin Eiser 1

Vor über zwei Jahren beschäftigte sich auch das FBI mit der Spielebranche. Die kontroverse Gamergate-Diskussion, bei der weibliche Akteure angefeindet und sogar bedroht wurden, spaltete die Community. Jetzt wurden die Akten öffentlich gemacht.

Das sind die FBI-Akten aus der Gamergate-Affäre

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an die Gamegate-Affäre, die im August 2014 ihren Anfang genommen hat. Damals gerieten unter anderem Zoë Quinn, Brianna Wu und die bekannte YouTuberin Anita Sarkeesian ins Kreuzfeuer einer unsachlich geführten Diskussion. Das Federal Bureau of Investigation (FBI) hat nun die Untersuchungsakten zum „Skandal“ veröffentlicht.

Download der FBI-Akten zum Gamergate-Skandal *

Die zur Verfügung gestellten Akten bestehen aus 173 Seiten mit E-Mails, Artikeln und internen Memos. Thematisiert wird unter anderem auch das Thema Swatten – in Deutschland musste erst vor kurzem jemand aus diesem Grund ins Gefängnis. Die Untersuchung vom FBI wurde aber ohne Anklage eingestellt, weil dem FBI nach eigenen Angaben die Spuren zum Weiterverfolgen fehlten und es niemanden gab, den man konkret hätte vor Gericht bringen können.

Brianna Wu kritisierte das FBI für diese Entscheidung. Ihrer Meinung nach wurden in dem Bericht nur ein Bruchteil der Informationen berücksichtigt, die von den Geschädigten eingereicht wurden. Zwischendurch wurde vom Entwicklerstudio sogar ein Mitarbeiter dafür abgestellt, die ganzen Morddrohungen zu sammeln – davon wurde laut ihrer Aussage im Grunde nichts verwendet.

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