Ein Gerichtsentscheid aus München dürfte sich in Zukunft auf den Online-Handel und damit auch das Gaming-Geschäft auswirken. Darin ging es um Vorbestellungen, die sich in ihren Details sehr vage halten. Diese sind nun nicht mehr erlaubt. Was genau von den Herstellern gefordert wird, erfährst du in der News.

 

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Das Oberlandesgericht München (OLG München) hat ein Urteil gegen MediaMarkt gefällt. Dabei ging es um den Begriff „Bald verfügbar“ bei einem Samsung Galaxy S6. Auf der Produktseite wurde - wie bei vielen Produkten und auch Games üblich - „Der Artikel ist bald verfügbar. Sichern Sie sich jetzt ein Exemplar“ angezeigt. Die Verbraucherzentrale pochte jedoch auf die gesetzliche Verpflichtung, dass die Lieferzeitangabe eine essenzielle Information für den Kunden wäre.

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Und dies wurde nun durch die Entscheidung des OLG München bestätigt. So könnte es sein, dass ein Hersteller mit der Info „Bald verfügbar“ oder anderen Formulierungen für Vorbestellungen einfach das Geld der Kunden kassiert und die Lieferung auf lange Sicht ausbleibt. MediaMarkt kann aktuell noch Beschwerde gegen das Urteil einreichen, wie die Seite Onlinehändler-News berichtet. Erst wenn sie darauf verzichten oder die Beschwerde abgelehnt wird, ist das Urteil rechtskräftig.

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Sollte dies der Fall sein, wird es wohl keine vagen Angaben mehr geben. Dies trifft auch auf Spiele zu. Jedoch halten sich die meisten Publisher schon daran und geben zumindest einen groben Release-Zeitraum für ihre Games an. In Zukunft dürften alle damit noch ein wenig vorsichtiger werden, was die zeitlichen Angaben bei Vorbestellungen anbelangt.