Donald Trump: Weniger Förderung für Videospiele

Alexander Gehlsdorf 2

US-Präsident Donald Trump stellte gestern seinen Haushaltsplan für das Jahr 2018 vor. Dieser könnte schlimme Auswirkungen auf die amerikanische Videospiel-Industrie haben.

Surgeon Simulator Donald Trump.
Insgesamt 300 Millionen Dollar stehen der NEA sowie der NEH - den nationalen Stiftungen für Kunst und Geisteswissenschaften in den USA - jährlich zur Verfügung. Im diese Woche vorgelegten Haushaltsplan von US-Präsident Donald Trump ist vorgesehen, beiden Stiftungen die Förderung zu entziehen.

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Wie Kotaku berichtete, investierte die NEH bisher über 1,8 Millionen Dollar in Videospiele. Das Geld kam vor allem Universitäten zugute, die entweder Game-Design als Studienfach anboten oder über Bildungsprogramme mit Game-Fokus verfügten. Eine Kürzung der Mittel hätte also weniger Ausbildungsmöglichkeiten für junge Videospielentwickler zur Folge. Von der NEA profitierten bislang unter anderem Non-Profit-Organisationen wie Games for Change. Bei einem Budget von 1,1 Trillionen Dollar betragen die 300 Millionen Dollar Förderung für beide Stiftungen gerade mal 0,027 Prozent des Gesamthaushalts. Stark von Kürzungen betroffen sind außerdem der Umweltschutz und das Gesundheitswesen. Die Mittel für militärische Ausgaben des Pentagons wurden hingegen um 54 Milliarden Dollar erhöht.

Noch ist Trumps Haushaltsplan nicht rechtlich bindend. Die finale Authorisierung obliegt dem Kongress. Bis zur Entscheidung im April ist es der NEA und NEH möglich, mit den bisherigen Budgets weiterzuarbeiten. Inkraft treten können die neuen Regelungen frühestens 2018.

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