Dunkey: YouTuber kritisiert Spielepresse und löst Shitstorm aus

Luis Kümmeler

Vor wenigen Tagen hat der Youtuber „Dunkey“ ein Video veröffentlicht, in dem er die zeitgenössische Spielekritik der Gaming-Presse in diversen Punkten anprangert. Viele Medienvertreter fühlen sich nun schwer auf den Schlips getreten – auf diversen Plattformen sind hitzige Diskussionen shitstorm-ähnlichen Ausmaßes entflammt.

Was du über diesen Zeilen siehst, ist das jüngste Video des populären Youtubers „Videogamedunkey“, oder schlicht: „Dunkey“. Mit seinem knapp neun Minuten langen Machwerk hat der sonst für seine eher unbekümmerten Fun-Videos bekannte Youtuber auf Missstände in der aktuellen Spielepresse aufmerksam gemacht – oder auf das jedenfalls, was er selbst für Missstände hält. Viele „Kollegen“ und Spielekritiker fühlen sich von seinen Behauptungen etwas vor den Kopf gestoßen und haben sich unter anderem auf Twitter gegen die Aussagen Dunkeys zur Wehr gesetzt.

In seinem Video kritisiert Dunkey diverse Punkte, darunter die Tatsache, dass große Spielepublikationen mit verschiedenen Meinungen innerhalb des eigenen Hauses Verwirrung unter Lesern und Zuschauern stiften. Oder dass Autoren in ihren Testberichten den Fokus verlieren und unpassende Zahlenwertungen vergeben. Oder dass Publikationen zu viele Kritiker beschäftigen, wodurch oftmals keine wirkliche Bindung zwischen Lesern und Testern entstehen kann – ein wertvoller Aspekt, der beim Kennenlernen von Einzelkritikern wie Angry Joe oder Jim Sterling eher gegeben ist.

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Mit über 3,6 Millionen Abonnenten hat Dunkey auf Youtube in den vergangenen Jahren eine beachtliche Zuschauerschaft aufbauen können, viele derer dem unterhaltsamen Videoproduzenten zustimmen. Allerdings gibt es auch wohl formulierte Gegenargumente, die etwa in einem englischsprachigen Artikel von Crave Online gut auf den Punkt gebracht werden. Hier geht der Autor auf die durchaus legitime Meinungsvielfalt innerhalb großer Publikationen und das längst überholte Zahlenwertungssystem ein, dessen Mitte auf der Zehnerskala über die Jahre inflationsartig nach oben gerutscht ist.

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