eSport als anerkannte Sportart: Bundesregierung bleibt untätig

Lisa Fleischer 3

Eigentlich hatte sich der Bundestag im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, eSport als Sportart anerkennen zu wollen. Nach einer kleinen Anfrage der FDP stellt sich jetzt jedoch heraus: Bislang gibt es keine weiteren Schritte.

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Die Verhandlungen darüber, ob eSport in Deutschland als Sportart anerkannt wird und damit jegliche Förderungen erhält, die anderen Sportarten ebenfalls zustehen, wurden vom aktuellen Bundestag wohl erst einmal auf Eis gelegt. Das geht aus einer kleinen Anfrage hervor, die die FDP im Bundestag gestellt hat.

Britta Dassler, die sportpolitische Sprecherin der Bundesfraktion der FDP, zeigt sich davon enttäuscht. Sie ist der Meinung, dass die Bundesregierung versäumt, auf die Digitalisierung passend zu reagieren. Dabei sei vor allem die Anerkennung von eSport längst überfällig, um Deutschland weiterhin wettbewerbsfähig zu halten. Doch: „Bestehende Probleme wie die Gemeinnützigkeit von eSport-Vereinen und Visa-Probleme von Sportlern, die sie schon auf Verwaltungsebene lösen könnte, will sie (die Bundesregierung, A.d.V.) nicht sehen.“

Aktuell möchte die Bundesregierung die Entwicklungen im eSport mit einer eigens dafür eingerichteten Arbeitsgruppe nur beobachten, um darauf aufbauend Positionen zu veröffentlichen, an denen sich Sportvereine und -verbände orientieren können. Zumindest können aber Vereine mit eSport-Angeboten schon jetzt Steuervergünstigungen beantragen, erfüllen sie die Kriterien der Gemeinnützigkeit. Im selben Dokument wird auch betont, dass der Breitband-Ausbau bis 2025 abgeschlossen werden soll – auf dem Land wird dieser von der Bundesregierung, in wirtschaftlichen Gebieten wie Städten privatwirtschaftlich getragen.

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