Entwickler-Beichte: Morddrohungen von Spielern sind mittlerweile Alltag

André Linken

Morddrohungen sind in der Spielebranche leider keine Seltenheit mehr. Doch wie jetzt bekannt wurde, passiert so etwas deutlich häufiger als bisher befürchtet.

Football Manager 2019 (FM19) - Welcome to the job.

Das geht zumindest aus einem aktuellen Interview des Magazins Gamestar mit Miles Jacobson von dem Entwicklerstudio Sports Interactive hervor. Wie er berichtet, musste er unter anderem bei seiner Arbeit an dem Sportspiel Football Manager 2017 mit gleich mehreren Morddrohungen klar kommen.

Die stammten zum größten Teil von chinesischen Spielern. Der Grund ist ebenso banal wie erschreckend: Die besagten „Fans“ waren schlicht und einfach erbost über fehlende Übersetzungen in ihrer Sprache. Einige der Drohungen seien nicht sonderlich ernst zu nehmen gewesen, andere hingegen schon. Leider komme so etwas in der Branche mittlerweile recht oft vor. Zumindest Jacobson hat sich jedoch wohl bereits damit arrangiert.

„Wir nehmen ja auch das Lob der Leute an, wenn wir es bekommen. Wenn du das machst, dann musst du auch das andere Extrem aushalten. Die Leute nennen mich viel öfter eine Legende als dass jemand behauptet, mich umbringen zu wollen. Und ich schäme mich dafür, eine Legende genannt zu werden, denn ich bin nur ein kleiner Typ aus Watford, der zusammen mit einem großartigen Team von Menschen an einem Computerspiel arbeitet.“

Das waren die größten Skandale und Shitstorms aus dem Jahr 2017.

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Die größten Shitstorms und Skandale 2017

Doch auch wenn es für Jacobson wohl kein Problem mehr darstellt, schießen Drohungen dieser Art definitiv weit über das Ziel hinaus und haben nichts mehr mit fundierter Kritik zu tun. Was hältst du von der Herangehensweise des Entwicklers? Schreibe uns gerne in die Kommentare, wie du mit solchen Drohungen umgehen würdest.

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