Zocken als neues Fach in der Schule? In China ist das mittlerweile kein Wunschdenken mehr, sondern Realität.

 
Videospielkultur
Facts 
esports-in-cinema-all-work-all-play-trailer-in-australian-cinemas-july-22-23-2015-85749.mp4

Möglich macht das derzeit unter anderem die Lanxiang Technical School in China. Dort werden seit kurzem mehrere Kurse rund um das Thema eSports angeboten. Dahinter verbirgt sich laut einem Bericht vom Wall Street Journal jedoch nicht etwa gemütliches Zocken während der Unterrichtszeit, sondern ein durchaus ernst genommenes Konzept im immer größer und lukrativer werdenden Markt des elektronischen Sports.

Immerhin prognostizieren Analysten derzeit einen Umsatz in Höhe von 906 Millionen Dollar für das Jahr 2018 in dieser Branche. Das würde eine Steigerung von etwas mehr als 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeuten. Entsprechend begehrt sind nicht nur die Karrieren als eSport-Profi im Allgemeinen, sondern auch die eingangs erwähnten Kurse bei der Lanxiang Technical School.

Bilderstrecke starten(17 Bilder)
The Witcher & Zelda: 15 Games, die ihr selbst in 1.000 Jahren nicht spielen werdet

Dort kosten die Studiengebühren umgerechnet 2.050 Dollar pro Jahr, während in den ersten zwölf Monaten ein Lehrverhältnis von 50:50 zwischen Praxis und Theorie besteht. Unter anderem stehen Spiele wie Overwatch, Counter-Strike: Global Offensive und PlayerUnknown's Battlegrounds auf dem Lehrplan. Nach dem ersten Jahr erfolgt eine Aufteilung der Schüler, wobei die talentiertesten Spieler zu Profis ausgebildet werden. Die restlichen Schüler verfolgen dann meist andere Pfade in der Branche wie zum Beispiel Event Management, Promotion oder Coaching.

Ob und wann dieses Beispiel auch in Deutschland Nachahmer finden wird, bleibt hingegen noch abzuwarten. Bisher gibt es hierzulande jedenfalls noch keine offiziellen Lehrpläne, die den Fokus auf eSports legen. Doch was nicht ist, kann bekanntlich noch werden. Angesichts des steigenden Stellenwerts dieser Branche ist für die Zukunft sicherlich vieles denkbar.