EVO 2016: Professionelle Smash-Spielerin wurde sexuell belästigt

Sebastian Moitzheim

Während des bekannten Fighting-Game-Tourniers EVO wurde eine Teilnehmerin von einem anderen, prominenten Spieler sexuell belästigt. Es ist nicht das erste Mal, dass ein solcher Vorfall in der Fighting-Game-Community die Runde macht.

Eine Teilnehmerin des Beat’em-Up-Turniers EVO wurde am letzten Wochenende von einem bekannten Super-Smash-Bros-Spieler sexuell belästigt. VikkiKitty, ebenfalls eine Smash-Spielerin, berichtete selbst auf Twitter von dem Vorfall. Demnach habe der Profi-Spieler Cristian „Hyuga“ Medina sie mehrfach im gemeinsamen Zimmer (in dem noch weitere EVO-Teilnehmer übernachteten) belästigt:

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Hyuga bestätigte den Vorfall und veröffentlichte auf seinem mittlerweile gelöschten Twitter-Account eine Entschuldigung. Sein Team VG Bootcamp trennte sich derweil von ihm und veröffentlichte eine entsprechende Erklärung. Leider ist dies nicht der erste Fall von sexueller Belästigung in der Fighting-Community. Es ist noch nichtmal der erste Fall in diesem Jahr: Erst letzten Monat bannten Capcom und EVO einen Street-Fighter-Spieler von ihren Tournieren, nachdem dieser bei einem Event eine Teilnehmerin sexuell belästigt hatte. 2015 trat der Organisator eines der größten Smash-Bros-Tourniere nach Vorwürfen sexueller Belästigung zurück. 2012 sagte ein Street-Fighter-Spieler, sexuelle Belästigung sei „Teil der Kultur“ professioneller Fighting-Games. Er sagte dies in erster Linie, um eigene Ausfälle in einem Stream von Capcom zu rechtfertigen, doch die grundlegende Analyse scheint richtig zu sein: Sexuelle Belästigung ist ein (unschöner) Teil der professionellen Fighting-Community. Die gespaltene Reaktion der Community auf den jüngsten Vorfall – viele unterstützten VikkiKitty, manche prominenten Spieler verteidigten Hyuga aber auch – scheint dies leider zu bestätigen.

Quelle: NeoGaf

Du bist selbst Opfer von Gewalt geworden oder kennst jemanden, der oder dem es so erging? Unter der Rufnummer des „Hilfetelefon Sexueller Gewalt“ könnt ihr euch Hilfe holen: 0800 - 22 55 530. Ein Anruf ist kostenlos und anonym. Alternativ gibt es auch noch das kostenlose „Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen“ unter der Nummer 0800 - 0116 016.

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