Fair Play Alliance: So wollen Spieleentwickler toxische Communites bekämpfen

Alexander Gehlsdorf

Je kompetitiver ein Spiel, desto toxischer kann die Stimmung in der Community werden. Hass gegen Noobs, Team-Mitglieder und falsche Spielzüge dominieren den Chat, etwa im MOBA-Hit League of Legends. In Zukunft wollen jedoch über 30 Unternehmen zusammenarbeiten, um schädliches Verhalten der Spieler zu bekämpfen.

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Jedes Spiel hat seine ganz eigene Community. Die eine ist groß, die andere klein, die eine hilfsbereit, die andere feindselig. Jeder Entwickler war bisher auf seine ganz eigenen Strategien angewiesen, die Community für aller Spieler angenehm zu gestalten und schwarze Schafe auszusortieren. Was es jedoch nicht gab, waren einheitliche Standards, die dabei helfen, in jedem Spiel für eine angenehmere Community zu sorgen.

Aus diesem Grund haben sich mehr als 30 Unternehmen zusammengeschlossen, um die Fair Play Alliance zu gründen. Zu den Mitgliedern gehören Branche-Größen wie Blizzard, Twitch, Epic Games und Riot Games, die bisher ganz individuell gegen toxische Community-Mitglieder ankämpfen mussten und dafür jeweils unterschiedliche Lösungsansätze entwickelten. Ziel der Fair Play Alliance ist es, dass diese Unternehmen ihre Erfolge und Erfahrungen teilen, aus den Fehlern der anderen Mitglieder lernen und einen gemeinsamen Standards für die Community-Arbeit entwickeln.

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Herausforderungen sehen die Mitglieder vor allem bei der Kontextualisierung der Spieler-Kommunikation. Während ein vulgärer Umgangston unter engen Freunden etwa kein Grund zur Besorgnis ist, da sich diese nur zum Spaß und ohne böse Absichten beleidigen, ist die selbe Wortwahl unter Fremden bereits ein grober Verstoß, der mit einem Bann bestraft werden könnte. Wann mit den ersten Ergebnissen der Kooperation zu rechnen ist, ist bisher jedoch nicht bekannt.

Alle Informationen über die Fair Play Alliance sowie eine vollständige Lister aller Mitglieder, findest du auf der offiziellen Webseite.

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