Forschung: Neugierige KI zockt nun ständig Videospiele

André Linken

Wenn du lieber zockst als alles andere, bist du in guter Gesellschaft. Selbst eine moderne KI will nicht mehr auf Videospiele verzichten.

Um das zu erklären, müssen wir zunächst etwas weiter ausholen: In einer recht umfangreichen Studie von Open AI – unter anderem finanziert vom Tesla-Chef Elon Musk – wird das Verhalten einer modernen künstlichen Intelligenz untersucht. Diese soll nicht etwa mithilfe von extern vorgegebenen Belohnungen oder Zielen lernen, sondern lediglich durch „Neugierde“. Sprich: Die KI entscheidet selbst, was für sie interessant genug ist, um es zu testen und lernt auf diese Weise.

Die ersten Versuche verliefen recht viel versprechend. Doch was hat das jetzt bitteschön mit Games zu tun? Ganz einfach: Die Forscher haben die „neugierige KI“ mit einer Vielzahl an Videospielen konfrontiert. Dabei wollten sie beobachten, wie sie vorgeht und welche Erfolge sie erzielen kann. Auch hier gab es verblüffende Ergebnisse: Unter anderem spielte die KI mehrere Levels von Super Mario Bros. erfolgreich durch – und zwar aus eigener Motivation heraus.

Beim Geschicklichkeitsspiel Breakout erweckte sie mitunter sogar den Eindruck, dass sie alles daran setzte, um kein Bildschirmleben zu verlieren und sich somit zu langweilen. Die KI fand quasi Gefallen an den Videospielen und wollte gar nicht mehr aufhören, Zeit damit zu verbringen.

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Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Ansatz einer künstlichen Intelligenz in den nächsten Jahren noch entwickeln wird. Die Einsatzmöglichkeiten wären sicherlich ebenso zahlreich wie vielfältig.

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