Bis die GroKo eine deutsche Bundesregierung gebildet hat, kann es noch etwas dauern. Aber wenn es soweit ist, könnte die deutsche Videospiel-Welt laut den neuen Koalitions-Plänen sehr gut davon profitieren.

 
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Die Arbeitsgruppe Digitales, bestehend aus den drei Verhandlungsführern Helge Braun (CDU), Dorothee Bär (CSU) und Lars Klingbeil (SPD), stellte laut GamesWirtschaft ihre neuen Pläne kürzlich in Berlin vor. Gemäß diesen sollen Videospiele in Deutschland weitaus mehr gefördert und E-Sport zu einer offiziellen Sportart erklärt werden.

Einen attraktiveren Standort für Entwickler und Veranstalter schaffen, das sei der neue Kurs. Er sieht vor, den Entwicklern für bessere Wettbewerbsbedingungen Fördermittel zur Verfügung zu stellen und den E-Sport durch die Anerkennung als Sportart steuerlich zu entlasten. „Computerspiele müssen endlich den Stellenwert bekommen, den sie längst haben sollten“, sagte Dorothee Bär.

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Für die Zukunft stehe für E-Sport auch „eine olympische Perspektive“ in Aussicht, so Bär. Das Olympische Komitee beabsichtigt schon seit längerer Zeit, E-Sport als Disziplin aufzunehmen, welche vermutlich 2024 bei den Pariser Sommerspielen erstmals ausgetragen werden soll.

Könnten diese Spiele dann sowohl auf dem realen als auf dem virtuellen Feld ausgetragen werden?

Während die GroKo darüber hinaus weitere attraktive Gamer-Ziele wie Breitbandausbau, Netzneutralität und Daten-Ethik verfolgt, sind die Pläne mit Vorsicht zu genießen, da sie letztendlich durch bestimmte Verhandlungen immer noch scheitern können. Außerdem entscheiden über die E-Sport-Anerkennung die deutschen Sportbunde und nicht die Politiker. Wie stehst du zu dem Ganzen? Sag uns deine Meinung!