Irgendwo in Japan gibt es eine exklusive Bar für Nintendo-Entwickler

Marcel-André Wuttig

Wusstest du, dass es in Japan eine exklusive Bar gibt, die 84 heißt? Sie ist so geheim, dass nur die offiziellen Mitglieder wissen, wo sie sich befindet. Schon seit Jahren ist es der Stamm-Treffpunkt von vielen Nintendo-Entwicklern.

Was machen Nintendos Entwickler eigentlich nach der Arbeit? Wie normale Menschen trinken auch sie gerne mal ein Bierchen in ihrer liebsten Stammkneipe. Der Unterschied zu dir und mir ist jedoch, dass sie dies in einer geheimen Bar tun, in die kein Otto-Normal-Verbraucher kommt. Sie ist sogar so exklusiv, dass nur die Mitglieder wissen, wo sie sich befindet. Zwei glückliche Redakteure von Tofugu kannten ein solches Mitglied. Sie wurden eingeladen, die Bar 84 zu besuchen und ihren Besitzer kennenzulernen. Was sie erwartete, war ein ruhiger Zufluchtsort für bekannte Videospielentwickler, der mehr wie ein privates Wohnzimmer und weniger wie eine exklusive Bar wirkte.

Auch der Macher von Super Mario treibt sich gerne in der Bar herum: 

Super Mario Odyssey – Die ersten 13 Minuten.

Im Interview erzählt der Besitzer von 84, wie es zu der exklusivsten Bar Japans kam. Hashimoto ist bei seinen Freunden besser als Chōkan (Chef) bekannt. Er erzählt, dass er vor vielen Jahren eine Eingebung hatte, seine eigene Bar zu öffnen. Schon im Vorfeld habe er immer wieder private Partys gefeiert, zu denen seine guten Freunde und Kollegen eingeladen wurden. Seine Bar sollte wie seine privaten Partys sein, nur eben an jedem Tag der Woche und nicht nur wenige Mal im Jahr.

Viele seiner exklusiven Mitglieder sind gute Freunde und ehemalige Kollegen von Chōkan. Dazu gehören auch ikonische Nintendo-Entwickler wie Shigeru Miyamoto, der Erfinder von Mario und Zelda, Takashi Tezuka, der Regisseur und Produzent von so ziemlich jedem Mario- und Zelda-Spiel, und Koji Kondo, der Komponist der bekannten Super Mario Bros.-Melodie. Knapp 50% seiner Stammkunden sind Nintendo-Entwickler. Außerdem kommen ein paar bekannte Mangaka, Wrestler, Musiker und Comedians immer wieder vorbei. 

Mitglieder bekommen eine Mitgliedschaftskarte in der Form einer Famicom-Spielhülle. Wie exklusiv die Bar ist, wird auch im Aufnahmeprozess deutlich. So können Mitglieder Freunde in die Bar mitbringen. Diese erhalten eine Art Besucherkarte, auf der sie für jeden Besuch einen Stempel sammeln. Wenn sie fünf Stempel gesammelt haben, können sie selbst Mitglieder werden – aber nur, wenn sie sich an den Verhaltenskodex gehalten haben. 84 soll nämlich ein entspannter Ort bleiben. Fanboys, die nach Autogrammen fragen, sind unerwünscht. Nur wer cool in der Präsenz von legendären Bekanntheiten bleiben kann, darf selbst Mitglied werden.

Chōkan vergibt die Mitgliedschaft ganz persönlich. Dafür müssen Bewerber sich zweimal mit ihm zusammensetzen, damit er sie näher kennenlernen kann. 

Das sind die meistverkauften Nintendo-Spiele aller Zeiten: 

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Dann dürfen sie als Mitglieder in der exklusivsten Bar Japans entspannen. Wie ikonisch die Stammkunden der Bar sind, wird so richtig deutlich, wenn man sich die Einrichtung anschaut. So hängen an allen Wänden handsignierte Zeichnungen von Nintendos bekanntesten Entwicklern. In einer Vitrine befindet sich ein exklusives Super Mario-Famicom-Cartridge. Die Wände der Toilette sind voll von Autogrammen von Miyamoto und Co.

 

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