Michael Pachter: Japanische Spiele laut Analyst weiterhin irrelevant

Sandro Kreitlow 2

Michael Pachter macht beinahe wöchentlich mit kontroversen Thesen auf sich aufmerksam. Laut des Videospiel-Analysten seien japanische Spiele nach wie vor irrelevant – mit der Ausnahme von Metal Gear Solid, Final Fantasy und Nintendo-Titeln. 

Persona 5 - Alles zum JRPG.

Zuletzt prognostizierte Michael Pachter, dass Konsolen aussterben werden und die PlayStation 5 2019 erscheinen wird. Im letzten Jahr sprach der Videospiel-Analyst mit GamingBolt über japanische Videospiele, die im größeren Markt keine Rolle spielen würden. Auch nach den gefeierten Releases von Resident Evil 7, Nioh, Persona 5, NieR Automata und weiteren japanischen Hochkarätern hat sich seine Meinung jedoch nicht geändert, wie er auf erneuter Nachfrage verrät. Allein Persona 5 hat nach aktuellem Stand etwa 2 Millionen Einheiten verkauft, doch das würde laut Pachter nicht reichen:

„Ja, japanische Titel spielen keine Rolle in einem größeren Rahmen. Wir sprechen über 2 Millionen Einheiten. Ich meine, ein Stück Scheiße wie Mafia 3 hat 5 Millionen Einheiten verkauft und dieses Spiel ist Müll. Also nein, 2 Millionen Einheiten ist ein Rundungsfehler, das spielt keine Rolle. Niemand macht damit Geld.“

Unsere Meinung: Wie die japanische Spielebranche es schaffte, wieder relevant zu werden

Pachter stellte klar, dass ihm Persona 5 gefiel. Es war das erste japanische Spiel seit Jahren, das ihm gefiel – abgesehen von Kojima- und Nintendo-Produktionen. Er glaubt trotzdem nicht, dass es zählt. So würden zwar die Final Fantasy-Spiele lediglich 8-20 Millionen Spiele verkaufen, aber was richtig gut funktioniere, sind Titel wie Metal Gear, die westlich angehaucht sind. Japanisch wirkende Spiele hätten keinen Massenanreiz, sie würden sich einfach nicht gut in andere Kulturen übersetzen lassen. Auf die Frage nach Nintendo-Titeln, die zwar japanischen Flair vermitteln, aber trotzdem immense Erfolge feiern können, redet Pachter etwas um den heißen Brei herum:

„Ich würde sagen, dass Nintendo die Ausnahme ist, die die Regel bestätigt. Wenn du ein Marsianer wärst und nie zuvor ein Videospiel gesehen hättest, ich dir ein Nintendo-Spiel neben Persona 5 oder Final Fantasy zeigen würde, würdest du nicht denken, dass die Titel vom gleichen Ursprungsort kommen. Sie sehen nicht ähnlich aus. Nintendo hat seinen eigenen Stil, so wie Disney-Animationsfilme ihren eigenen Stil haben, etwas, das anders ist. Ich weiß nicht, was es ist, aber ehrlicherweise… Nintendo hat einen ansprechenden, familienfreundlichen Spaß geschaffen, wunderlich… Ich meine, die große Kontroverse der E3 war, dass Mario eine Pistole in Mario & Rabbids benutzt, weil es nicht zu Nintendo passt.“

Alles, was sie tun würden, wäre komplett anders als alles anderen. Die Regeln würden dort also nicht gelten. Niemand in Japan mache ähnliches, „bisauf vielleicht Sonic.“

 

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