Nach Kritik: Key-Marktplatz G2A beteiligt Entwickler an Umsätzen

Sebastian Moitzheim

G2A, ein Ebay-ähnlicher Marktplatz für Videospiel-Keys, steht derzeit in der Kritik: Viele Entwickler glauben, dass sie gewaltige Umsätze an die Website verlieren und dass dort Schwarzhandel grassiert. Jetzt reagierte G2A auf die Kritik und kündigte unter anderem an, Entwickler zukünftig an den Umsätzen zu beteiligen.

Gestern erst berichteten wir über die Kritik vieler Entwickler und Publisher an G2A, einer Webseite, die es euch ermöglicht, ungewollte Keys für Spiele weiterzuverkaufen. Jetzt hat G2A auf die Kritik reagiert und einige Anpassungen vorgenommen, die Entwickler und Publisher mit dem Key-Marktplatz versöhnen sollen.

Die wichtigste Änderung ist sicher die, dass Entwickler nun an den Key-Verkäufen verdienen können. Bis zu zehn Prozent des Umsatzes an Spielen gehen an diesen, hat er sich für die Monetarisierung bei G2A beworben. Außerdem erhalten Entwickler von jetzt an Einblick in die Statistiken der Website und können so Key-Verkäufe ihrer Spiele nachvollziehen und dabei helfen, illegale Aktivitäten auf G2A festzustellen.

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Die Debatte um G2A begann nach einem Artikel eines Entwicklers von TinyBuild (Punch Club), der G2A unter anderem vorwarf, einen Rahmen für Schwarzhandel zu schaffen. Über 450.000 Dollar Umsatz habe TinyBuild an G2A verloren. G2A hatte diese Kritik zunächst von sich gewiesen und eine Beteiligung der Entwickler an den Umsätzen abgelehnt. Anscheinend wurde dem Key-Anbieter der Druck durch die Kritik dann aber doch zu groß. Schließlich fand der Artikel von TinyBuild rege Zustimmung bei vielzähligen anderen Entwicklern und Journalisten. „Die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, dass wir schneller handeln und Verbesserungen einführen müssen, die mit Entwicklern im Hinterkopf entworfen wurden.“, schreibt ein G2A-Sprecher in einer Email an Eurogamer.

G2A verspricht zudem den Entwicklern, dass der Marktplatz ausgiebig auf kriminelle Aktivitäten kontrolliert werde: „Wir arbeiten auf der ganzen Welt mit der Polizei zusammen, um Betrug aufzuspüren.“

Quellen: ZAM, Eurogamer

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