Naughty Dog: Anschuldigung wegen sexueller Belästigung

André Linken 2

Dass auch in der Spieleindustrie nicht immer nur Sonnenschein herrscht, zeigt jetzt ein aktuelles Beispiel des Entwicklerstudios Naughty Dog.

Naughty Dog hat zuletzt an Uncharted: The Lost Legacy gearbeitet.

Uncharted: The Lost Legacy – Story Trailer.

Der ehemalige Mitarbeiter David Ballard hat vor Kurzem nämlich schwere Vorwürfe gegenüber dem Studio erhoben. Wie er via Twitter behauptet, wurde er gegen Ende 2015 angeblich von einer Führungskraft bei Naughty Dog (Uncharted: The Lost Legacy) sexuell belästigt. Nach dem Vorfall sei die Stimmung ihm gegenüber sehr „giftig“ gewesen und er habe sogar einen Nervenzusammenbruch erlitten. Kurze Zeit darauf soll er gekündigt worden sein.

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Die Führung der Firma habe ihm 20.000 Dollar geboten, wenn er mit dem Thema niemals an die Öffentlichkeit gehen würde. Dies habe er jedoch abgelehnt. Aufgrund jüngster Entwicklungen in den Medien habe er sich jetzt dazu entschlossen, ganz offen über das Thema zu reden.

Kurze Zeit später meldete sich Naughty Dog zu der schwerwiegenden Anschuldigung zu Wort:

„Wir haben keinen Beweis dafür gefunden, dass wir jemals irgendeine Anschuldigung von Mr. Ballard bezüglich einer Belästigung bei Naughty Dog oder Sony Interactive Entertainment erhalten haben. Belästigung und unangemessenes Verhalten haben bei Naughty Dog keinen Platz. Wir haben Berichte über sexuelle Belästigung und andere Beschwerden rund um den Arbeitsplatz stets sehr ernst genommen und werden das auch weiterhin tun. Wir schätzen den Wert eines jeden Mitarbeiters bei Naughy Dog und Sony Interactive Entertainment. Es ist für uns extrem wichtig, dass wir eine sichere Arbeitsumgebung schaffen, die es uns ermöglich, unsere Leidenschaft für die Entwicklung von Spielen zu kanalisieren.“

Naughty Dog ist vor allem wegen der erfolgreichen Uncharted-Serie bekannt geworden.

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Somit steht derzeit Aussage gegen Aussage, so dass momentan nicht abschließend festgestellt werden kann, welche Seite die Wahrheit sagt. Allerdings steht bereits jetzt fest, dass dieser Fall möglicherweise hohe Wellen schlagen könnte. Es ist durchaus denkbar, dass weitere Anschuldigungen dieser Art folgen werden – und zwar auch gegenüber anderen Arbeitgebern der Branche.

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