Streamer bezahlt Geldstrafe nicht und erhält Reiseverbot

André Linken

Ein chinesischer Streamer bekommt derzeit die volle Härte des chinesischen Rechtssystems zu spüren. Dabei hätte er es so viel einfacher haben können.

Es handelt sich hierbei um den Chinesen Haitao „Haishi“ Jiang (siehe Bild oben), der in seinem Land ziemlich populär ist. Laut einem Bericht von Abacus News hat er alleine im vergangenen Jahr umgerechnet zirka 1,5 Millionen Dollar mit seinen Streaming-Aktivitäten verdient. Eigentlich eine feine Sache, doch kurze Zeit später machte Haishi einen aus seiner aktuellen Sicht wohl fatalen Fehler.

Dieser Streamer hatte im Vergleich zu Haishi einen echten Glückstag.

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Er zerriss seinen Vertrag mit der Streaming-Plattform Huya und wechselte kurzerhand zu deren größter Konkurrenz in Form des Portals Douyu. Das ließ sich Huya nicht einfach so gefallen und verklagte den Streamer. Vor Kurzem verkündete ein Gericht das Urteil und verdonnerte Haitao Jian zu einer saftigen Geldstrafe in Höhe von umgerechnet sieben Millionen Dollar.

Erst Geldstrafe, jetzt Reiseverbot und mehr

Doch damit fing der Ärger erst an: Da der Streamer die Strafe bis heute nicht bezahlt hat, landete er auf der nationalen „Blacklist“. Das hat zur Folge, dass er ab sofort nicht mehr fliegen. Außerdem darf er kein Eigentum in Form von Immobilien kaufen oder renovieren. Es ist ihm untersagt, Büroräume zu mieten oder Fahrzeuge zu kaufen, die er nicht für seine Arbeit benötigt. Des Weiteren darf er seine Kinder nicht auf Privatschulen schicken.

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Sollte er sich nicht an all diese Beschränkungen und Vorgaben halten, droht ihm eine Gefängnisstrafe. Die besagte Liste ist übrigens öffentlich und somit von jedem Menschen einsehbar. Wie bewertest du die Strafe: Gerecht oder doch etwas übertrieben?

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