Studie: Denuvo-Kopierschutz führt zu schlechteren Game-Reviews

Marvin Fuhrmann 4

Dass der Denuvo-Kopierschutz keinen guten Stand bei den Spielern hat, ist  schon lang bekannt. Doch eine Studie hat nun festgestellt, dass es eine direkte Verbindung zwischen schlechten Bewertungen von Games und der Kopierschutzmaßnahme gibt. Doch nicht so, wie du es vielleicht vermuten würdest.

Die Studie von Dr. Zike Cao (via TorrentFreak), der Erasmus-Universität Rotterdam, hat sich mit der Seite Metacritic beschäftigt. Diese sammelt die Bewertungen zu Spielen und ermittelt einen Wert darauf, der auf einen Blick verraten soll, ob ein Spiel gut oder schlecht ist. Dies funktioniert natürlich nicht uneingeschränkt. Dennoch stellte Cao fest, dass die Bewertungen der von Denuvo geschützten Spiele immer tiefer als vergleichbare Titel (beispielsweise Konsolen- gegen PC-Versionen eines Spiels) waren.

Was ist Denuvo?

Dies hat laut Dr. Cao einen einfachen Grund. Raubkopierer und Pirateriegruppen stellen sich gegen Denuvo und kreieren gefälschte Reviews. So sollen diese davon frustriert sein, dass sie die Spiele nicht spielen können. Denuvo gehört trotz einiger Fehlschläge immer noch zu den erfolgreichsten Kopierschutzmaßnahmen. Vor allem in den ersten Wochen nach einem Game-Release sind die Spiele in den meisten Fällen von Angriffen von außen geschützt.

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Die Wertungen der Raubkopierer sollen dazu führen, dass Denuvo-Spiele im Schnitt 0,5 bis 0,9 Punkte auf einer 10er-Skale schlechter bewertet werden. Der niedrigere Durchschnitt entstünde vor allem durch Wertungen mit 0 oder 1 als Wertung. Laut Dr. Cao ist dies der erste empirische Beweis dafür, dass sich Raubkopierer so an nicht crackbaren Spielen und deren Entwicklern rächen, weil sie selbst nicht in den Genuss eines kostenlosen Spieles kommen.

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