Studie: Gamer haben ein besser vernetztes Gehirn

André Linken

Computer- und Videospiele machen dumm? Eine aktuelle Studie aus Übersee besagt jetzt das Gegenteil.

Die Studie stammt von zwei Forscherteams der University of Electronic Science and Technology in China und der Macquarie University im australischen Sydney. Sie haben nämlich in einer groß angelegten Gemeinschaftsarbeit das Gehirn der Menschen etwas genauer untersucht und sich dabei vor allem auf einen bisher weitgehend unerforschten Teil des Großhirns fokussiert – die sogenannte Inselrinde.

Machen Shooter etwa dumm? Das sagt zumindest diese Studie.

Studie: Shooter machen angeblich dumm.

Hier soll aktuellen Vermutungen zufolge unter anderem das sprachliche Denken stattfinden sowie die Verarbeitung von empathischen Fähigkeiten. An der Untersuchung nahmen unter anderem 27 besonders gute Spieler (beispielsweise Teilnehmer von Meisterschaften in Dota 2 und League of Legends) sowie 30 Gelegenheitsspieler teil, die weniger gut und seltener spielen. Ein MRT-Scanner machte von allen Spielern jeweils eine detaillierte Aufnahme der eingangs erwähnten Inselrinde.

Das Ergebnis: Die funktionale Verbindung innerhalb der grauen Substanz in der besagten Hirnregion war bei den Profi-Spielern deutlich stärker ausgeprägt. Im Umkehrschluss kann dies dahingehend interpretiert werden, dass Videospiele dabei helfen können, das Gehirn besser zu vernetzen. Das führt zu schnelleren Denkprozessen, was wiederum auf eine höhere Intelligenz schließen lässt.

Diese Studien beweisen, wie Gamer tatsächlich sind.

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9 Studien die beweisen, wie Gamer wirklich sind.

Studie: Pokémon GO verändert das Leben entscheidend

Allerdings ist diese Studie keinesfalls ein Grund, um nun täglichen stundenlang zu zocken. Denn laut dem Bericht haben beispielsweise Sport und künstlerische Aktivitäten eine ähnlich positive Auswirkung. Dennoch kannst du nun der abgedroschenen Phrase „zocken macht doof“ etwas entgegensetzen und hast eine gute Ausrede dafür, wenn der Zockabend mal wieder etwas länger wird.

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