Entgegen früherer Annahmen hat eine Studie herausgefunden, dass weibliche Spieler genauso gerne Dinge in Spielen töten, wie ihre männlichen Gegenstücke – aber auf die Art des Mordinstruments kommt es dabei an. Schusswaffen empfindet die Mehrheit der Frauen nämlich offenbar als gähnend langweilig, weswegen lieber zu Nahkampfwaffen oder Zaubern gegriffen wird.

 

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Videospiele sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen, wie eine spannende Info-Grafik erst kürzlich zeigte. Wirklich interessant wird es aber, wirft man einen Blick auf die Untersuchungen von The Quantic Lab, eines Umfragen-Projekts der Spieleforscher Nick Yee & Nic Ducheneaut. Fanden die nämlich erst kürzlich heraus, dass das erweiterte Genre des Egoshooters zu den unbeliebtesten Arten der interaktiven Unterhaltung bei der weiblichen Spielerschaft gehört, offenbart eine neue Untersuchung auch, warum das so ist.

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Es ist nämlich nicht etwa so, dass Frauen ungerne digitale Leben beenden – tatsächlich töten weibliche Spieler genauso gerne in Spielen wie Männer. Die Untersuchung hat allerdings ergeben, dass Frauen einfach etwas wählerischer in der Art des Mordinstruments sind, und etwa digitale Schusswaffen größtenteils als schlicht zu langweilig empfinden. Wie der Autor der Untersuchung Kaleb Embaugh schreibt, haben „Frauen kein Problem damit, Dinge durch magische Zauber oder Schwerter zu töten.“ Nahkampfwaffen seien von weiblichen Spielern genauso gut bewertet worden, wie von männlichen.

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Die Gründe dafür sehen die Forscher insbesondere in den thematischen Vorlieben der Geschlechter. So sollen Frauen etwa schlicht größeres Vergnügen an Fantasy-Stoffen finden, und weltkriegsthematische oder generell realistische Themengebiete ablehnen. Darüber hinaus ziehe es weibliche Spieler stets eher auf die Seite natur- und magieverbundener Fraktionen, während Männer offenbar eher zu technischen Völkern tendieren. Die Ursachen dessen gehen noch weiter und können in Gänze in der Untersuchung von The Quantic Lab nachgelesen werden.