Klingt wie in einem Hollywood-Film, ist aber wirklich passiert: Sony und das FBI haben vor kurzem zusammengearbeitet.

 
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PlayStation 4 – Geburtstag

Wie aus einem aktuellen Bericht des Magazins Forbes hervorgeht, hatte das FBI (Federal Bureau of Investigation) Sony dazu aufgefordert, die Daten eines PlayStation-4-Besitzers weiterzugeben. Der Hintergrund: Besagter Benutzer hatte angeblich geplant, von Kansas in den Mittleren Osten zu reisen, um dort im Dienst einer nicht näher genannten terroristischen Organisation zu kämpfen.

Es handelte sich dabei um einen Mann namens Isse Aweis Mohamud, der kurz davor stand, in den Irak zu reisen. Aktuellen Angaben zufolge stand er wohl mit dem ISIS in Kontakt, obwohl nicht direkt von einer Rekrutierung die Rede ist. Um weitere Spuren und Beweise zu finden, waren die Polizei sowie das FBI auf Sony zugekommen und haben um Einsicht in die PlayStation-Aktivitäten von Mohamud gebeten. Dazu zählten unter anderem seine Einkaufshistorie, sein Chatverlauf und einiges mehr.

Wie weiterhin aus dem Bericht hervorgeht, haben die Staatsanwälte bisher keine Beweise für terroristische Aktivitäten seitens Mohamud gefunden. Allerdings wurde er im vergangenen Monat wegen Passbetrugs zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren verurteilt. Der Angeklagte hatte angegeben, seinen Pass für eine Reise nach Kanada benutzen zu wollen, obwohl er eigentlich nach Ägypten fliegen wollte.

Ob und wie es in dieser Angelegenheit weitergehen wird, ist bisher nicht bekannt. Es war jedenfalls der erste öffentlich bekannte Fall, bei dem Sony Benutzerdaten an die Polizei weitergegeben hat, um einen Kriminalfall aufzuklären.