Tierrechte in 8-bit: PETA blamiert sich mit eigenem Videospiel

Sebastian Moitzheim

Die bekannte Tierrechtsorganisation PETA hat zusammen mit dem Pop-Sänger Morrissey ein Videospiel entwickeln lassen. Es soll zum Nachdenken anregen über Gewalt gegen Tiere – ist aber leider eher zum Lachen.

Tierrechte in 8-bit: PETA blamiert sich mit eigenem Videospiel

Die Tierrechtsorganisation PETA hat gute Absichten, schlägt mit ihren Aktionen und Kampagnen oft aber so über die Stränge, dass sie selbst bei Vegetariern und Tierrechtlern als kontrovers verstanden wird. Mit ihrer neusten Aktion wird sie sich wohl auch keine Freunde machen: Gemeinsam mit dem in Sachen Tierrechten ebenfalls recht militanten Pop-Musiker Morrissey hat PETA ein Videospiel entwickeln lassen.

„This Beautiful Creature Must Die“ heißt das Spiel, in dem ihr durch simples Klicken niedliche Pixeltiere vor der Schlachtung rettet. Das Ganze ist wohl eher gut gemeint als wirklich gut: Glaubt da jemand, dass Menschen, die Doom gespielt haben, von ein bisschen Pixelblut zum Vegetarismus konvertiert werden? Nun, Morrissey tut das: „Dieses Spiel ist der größte soziale Kreuzzug von allen, weil wir darin die Schwachen und Hilflosen vor brutaler menschlicher Aggression schützen. Sowas bekommt man nicht von Pokémon GO.“, sagt der Sänger über das Spiel. Diese Naivität finde ich schon wieder ein bisschen bezaubernd. Und ich wollte im Leben noch nie irgendetwas mehr, als dabei gewesen sein, als jemand Morrissey Pokémon GO erklärt hat.

Für diejenigen, die ihn nicht kennen: Morrissey war in den 80er Jahren Sänger der extrem einflussreichen, genialen und sehr, sehr seltsamen Band The Smiths. Er war außerdem schon immer ein sehr überzeugter Kämpfer für die Rechte von Tieren: Ende der 90er Jahre sagte er ein Konzert in Dresden ab, nachdem er erfahren hatte, dass der Name der Location „Alter Schlachthof“ ist. Der Smiths-Song „Meat is Murder“, zu finden auf dem gleichnamigen Album, ist im PETA-Spiel in einer 8-bit-Version zu hören.

Quelle: Killscreen

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