Trump trifft sich mit Games-Verband, um über Gewaltdarstellung in Spielen zu reden

Michael Sonntag 3

Nachdem Donald Trump auf den angeblichen negativen Einfluss aller Medien hingewiesen hat, sollen auf die Worte des US-Präsidenten entsprechende Taten folgen. Von dem angekündigten Kontrollbesuch bei den Entwicklern weiß der amerikanische Verband ESA aber nichts. Nichtsdestotrotz nutzte er den Moment, um die Videospiele in der aktuellen Debatte zu verteidigen.

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Update vom 06.03.2018: 

Nach einem verwirrenden Hin und Her kündigte die Pressesprecherin der amerikanischen Regierung, Sarah Huckabee Sanders, nun offiziell an, dass es am 08.03.2018 tatsächlich ein Treffen zwischen Donald Trump und der Entertainment Software Association (ESA) geben wird. Darin soll besprochen werden, ob und wie Videospiele zu Gewalttaten in den USA beitragen könnten. Die ESA besteht nicht nur aus den größten Gaming-Publishern der Welt, sondern auch aus den drei großen Konsolenherstellern. Im Vorfeld hatte der Verband schon eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der er eine klare Position zum Thema einnimmt.

Originalmeldung vom 02.03.2018:

Der kürzlich erfolgte Amoklauf in Florida mit 17 Toten löste eine Medienpanik in den USA aus und entfachte von Neuem die kontroverse „Killerspiel“-Debatte. Laut Kotaku verkündete ein Statement des Weißen Hauses, dass der US-Präsident sich diesbezüglich zeitnah mit den Videospiel-Entwicklern treffen will.

„(Donald Trump) wird sich außerdem mit Vertretern der Videospiel-Industrie treffen, um zu sehen, was sie an dieser Front machen können“, so die Aussage der Presse-Sekretärin Sarah Huckabee Sanders. Der Wortlaut ist kryptisch, könnte aber darauf hinweisen, dass der US-Präsident Entwicklern von nun an mehr auf die Finger schauen möchten, besonders wenn sie gewalthaltige Videospiele entwickeln.

Dem zuständigen Verband ESA liegen aber keine Einladungen oder Anmeldungen vor, weder ihm noch irgendeinem zugehörigen Entwickler. Gegenüber Kotaku äußerte sich der Verband folgendermaßen zur aktuellen Situation: „Dieselben Videospiele, die in den USA gespielt werden, werden weltweit gespielt. Das Ausmaß der Waffengewalt ist jedoch in den USA exponentiell höher als in anderen Ländern“, so der ESA.

Zahlreiche Behörden haben die wissenschaftlichen Daten geprüft und festgestellt, dass es keinen Zusammenhang zwischen Medieninhalten und Gewalt in der Praxis gibt.

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Darüber hinaus schrieb der Verband noch, dass er auf „eine lange Geschichte der Partnerschaft mit Eltern und mehr als 20 Jahr(e) der Videospiel-Bewertung“ zurückblicken kann. „Wir unternehmen großartige Schritte, um Spielern und Eltern zu helfen, fundierte Unterhaltungsentscheidungen zu treffen“, sagte der Sprecher der ESA.

Vielleicht sollte das Statement des Weißen Hauses auch als eine indirekte Mahnung verstanden werden. Wie sich die Situation weiterhin entwickelt, bleibt abzuwarten. In den USA hat sie aber bereits derart absurde Züge angenommen, dass erst letztens einem verurteilten Schüler das Zocken gewalthaltiger Spiele verboten wurde. Wie findest du das alles? Sag uns deine Meinung!

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