Wie unter anderem der Ultima-Schöpfer Richard Garriott vor kurzem enthüllte, wäre das MMO Ultima Online beinahe gar nicht erst auf den Markt gekommen.

 

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Ultima Online - Cinematic Trailer

Als Ultima Online im Jahr 1997 auf den Markt kam, löste es – wenn auch mit einiger Verzögerung – einen neuen Boom aus, der ein ganzes Genre prägen sollte. Noch heute gilt das Spiel als Pioneer, der den Weg für solche Titel wie EverQuest, Dark Age of Camelot und letztendlich auch World of WarCraft geebnet hat. Doch wäre es damals nur etwas anders gelaufen, hätte Ultima Online möglicherweise niemals das Licht der Welt erblickt.

Wie der Serien-Schöpfer Richard Garriott im Rahmen der Game Developers Conference erklärte, hat Electronic Arts das Spiel anfangs regelrecht gehasst. Der Publisher war von dem Konzept des MMOs nicht überzeugt und wollte sich stattdessen lieber auf Ultima 9 konzentrieren. Das Entwickler-Team blieb jedoch hartnäckig und bekam ein relativ kleines Budget in Höhe von 250.000 Dollar zur Verfügung gestellt. Immerhin rechnete Electronic Arts damit, dass sich Ultima Online höchstens 30.000 Mal verkaufen würde.

Als das Geld aufgebraucht war, wollte Electronic Arts das Projekt zunächst einstellen lassen. Doch Garriott schlug vor, Beta-Discs für eine Gebühr in Höhe von fünf Dollar zu verkaufen. Dann geschah das Unerwartete: Mehr als 50.000 interessierte Spieler meldeten sich auf diesem Weg für die Beta von Ultima Online an. Dieser Ansturm brachte letztendlich auch Electronic Arts zum Umdenken, der Publisher vergrößerte im Anschluss den Support für das MMO.

Ohne den Erfolg von Ultima Online hätte es wohl niemals World of Warcraft gegeben.

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Rückblickend ist mittlerweile klar, dass es die richtige Entscheidung war, denn Ultima Online entwickelte sich wenig später zu einem – für das damals noch junge Genre – großen Erfolg. Hut ab vor der Hartnäckigkeit von Garriott und dessen damals sehr jungen Team.

GIGA-Redaktion
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