Dot, Dash & Cue – Die wahr gewordenen Pokémon

Kamila Zych

Vor Kurzem durfte ich Bekanntschaft mit den drei Lernrobotern des US-amerikanischen Startups Wonder Workshop machen. Auch wenn das Dreiergespann für mich etwas ganz Neues darstellt, haben mich Dot, Dash und Cue an etwas sehr Bekanntes erinnert: Pokémon.

Dot, Dash & Cue – Die wahr gewordenen Pokémon

Es beginnt schon beim Aussehen: Die drei Roboter ähneln mit ihrer runden Form und dem großen Auge – welches übrigens keine Kamera ist – dem Stahl-Pokémon Magnetilo. Hinzu kommt, dass wenn du Dot, Dash und Cue nebeneinander aufgereiht betrachtest, sie einer klassichen Pokémon-Entwicklung gleichen. Gestalten sich die Roboter mit jedem neuen Modell anspruchsvoller, werden Pokémon mit jeder Entwicklung stärker. Mithilfe von Programmierlern-Apps kannst du deinen Spielgefährten Befehle lehren – vergleichbar also mit dem Pokémon-Training, in dem du deinen Taschenmonstern neue Attacken beibringst. Und so habe ich mir mal vorgestellt, ich wäre eine Pokémon-Forscherin, die auf ihrer Reise eine neue, noch völlig unbekannte Pokémon-Art entdeckt. Meine Erkenntnisse habe ich in Form von Pokédex-Einträgen zusammengefasst. Komm mit und lerne mit mir die wahr gewordenen Pokémon kennen!

Du willst lieber die originalen Pokémon sehen? Hier erfährst du, von welchen realen Dingen die Taschenmonster inspiriert sind.

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Dot – Das Starter-Pokémon

Dot ist das perfekte „Starter-Pokémon“ für „Trainer“ ab 6 Jahren. Mithilfe der App Wonder oder dem fortgeschrittenen Blockly kannst du den kleinen grünen Ball Aktionen ausführen lassen, indem du verschiedene Symbole beziehungsweise Blöcken miteinander verbindest. So leuchtet Dot beispielsweise grün auf, wenn sie (ja, es ist ein Mädchen) ein Klatschen hört. Auch kannst du sie zu einer interaktiven Kristallkugel programmieren, die ähnlich wie der Magic 8 Ball funktioniert. Die möglichen Antworten können übrigens von dir selbst über das integrierte Mikrofon aufgenommen werden. Das für den Roboter entwickelte Creativity Kit bringt darüber hinaus allerlei Bastelzubehör mit sich, womit du Dot nach Belieben „verkleiden“ kannst. Über die App Go, lässt sich Dot anderweitig individualisieren.

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Wollen wir mal sehen, ob du dich überhaupt als Pokémon-Trainer eignest.

Dash – Das Entdecker-Pokémon

Dash ist als Spielgefährte für Sechs- bis Zwölfjährige optimal. Der blaue Roboter lässt sich mit den gleichen Apps wie Dot bedienen, darüber hinaus gibt es noch eigens für ihn konzipierte Apps wie Path oder Xylo. Letzteres bietet dir die Möglichkeit, Dash auf einem Musikstücke abspielen zu lassen. Darüber hinaus kannst du Dash via Go-App fernsteuern oder via Wonder oder Blockly so programmieren, dass er auf Dinge in seiner näheren Umgebung reagiert. Allerdings solltest du deinen kleinen Freund nicht unbeaufsichtigt lassen, um zu vermeiden, dass er beispielsweise vom Tisch fällt. Dash merkt zwar, was vor oder neben ihm ist, aber nicht, was darunter ist.

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Hier siehst du Dot und Dash nochmal in Aktion.

Dot und Dash von Wonder Workshop.

Cue – Das Meister-Pokémon

Cue ist ein ziemlich anspruchsvolles „Pokémon“, weshalb es an erfahrene „Trainer“ ab 11 Jahren vergeben wird. Der Roboter wird durch eine eigene Cue App gesteuert, auf der du entweder nach gewohntem Blockprinzip programmierst oder zum anspruchsvollem JavaScript wechseln kannst. Ähnlich wie Evoli ist auch Cue ziemlich wandelbar und du kannst zwischen vier Avataren wählen, die den Charakter des Roboters prägen. Das wird unter anderem in der integrierten Chat-Funktion deutlich: Wählst du zum Beispiel „Charge“, wirst du von ihm mit zahlreichen Haikus (japanische, kurze Gedichte) belohnt, während „Pep“ ihre nerdigen Fun Facts mit dir teilt. Neben dem Coden kannst du mit Cue via Chat eine interaktive Geschichte erleben oder in zahlreichen Missionen knifflige Rätsel lösen.

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Cue gibt es übrigens auch in der Farbe Weiß.

Cue von Wonder Workshop.

Wen wählst du?

Egal, für welchen Roboter du dich entscheidest – du brauchst keine Angst zu haben, irgendwelche Vorkenntnisse im Programmieren mitbringen zu müssen. Jede App wird mit einem leicht verständlichen Tutorial eingeleitet, bietet aber trotzdem genug Freiraum, um dich selbst zu fordern. Cue bietet den Vorteil, dass alle Optionen komprimiert in einer App zu finden sind, während du dich in der großen App-Auswahl von Dot und Dash anfangs ein wenig verloren fühlen magst. Dafür können die beiden ersten Roboter miteinander interagieren, was dir noch mehr Möglichkeiten zum Ausprobieren bietet. Beachte jedoch: Während Dash und Dot auch auf deutscher Sprache verfügbar sind, kann Cue lediglich auf Englisch mit dir kommunizieren.

Auch wenn Cue die bisher fortgeschrittenste Variante aus dem Hause Wonder Workshop ist, bietet ebenso ein Dot genügend Herausfordeungen für erwachsene Spieler, die noch keine Berührungspunkt mit Coden hatten. Auf Amazon kostet  aktuell inklusive Creativity Kit 102,71€, und  bekommst du jeweils für 179,99€.

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