Gaming-PC selber bauen: Der Allrounder

Daniel Nawrat 2

Immer noch auf der Suche nach dem perfekten Gaming-PC? Im zweiten Teil dieser Artikelserie wird ein wahrer Alleskönner unter den PCs vorgestellt. Mit diesem Gaming-Rechner bist du dank Nvidia GeForce RTX 2080 bestens für die Zukunft gerüstet und wirst Spiele wie Shadow of the Tomb Raider oder Battlefield 5 in bester Qualität genießen können.

Gaming-PC selber bauen: Der Allrounder

Beim letzten Mal ging es darum, einen möglichst günstigen Einsteiger-PC vorzustellen. Diesmal wurde das Budget nochmal deutlich angehoben, um den ultimativen Allrounder zu konfigurieren. Mit diesem Gaming-PC kannst du mühelos jedes aktuelle Spiel auf maximalen Einstellungen spielen. Die verbaute Nvidia GeForce RTX 2080 sollte darüber hinaus auch im Stande sein, zahlreiche Games mit konstanten 144 FPS und einer Auflösung von 1440p darzustellen. Zusätzlich bietet die RTX-Serie Raytracing in Echtzeit sowie sogenanntes Deep Learning Super Sample (DLSS).

Insgesamt ist dieser PC also darauf ausgelegt, dir für die nächsten Jahre genügend Leistung zu liefern, um sämtliche Spiele in schönster Grafik genießen zu können. Dabei sind alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt und bieten dir genügend Luft nach oben, um auch wirklich das letzte Quäntchen Leistung aus ihnen kitzeln zu können. Schließlich kannst du diesen Alleskönner problemlos upgraden, ohne dabei direkt mehrere Komponenten austauschen zu müssen.

Das hat es mit Raytracing und DLSS von Nvidia auf sich

Was verbirgt sich im 1.700 Euro Allrounder-PC?

Hinweis: Wie gamestar berichtet, häufen sich aktuell die Fälle, in denen Nutzer über fehlerhafte RTX 2080 und RTX 2080 Ti Grafikkarten klagen. Es wäre also sinnvoll abzuwarten, bis sich die Situation geklärt hat.

Das Herzstück dieses Gaming-PCs bildet der Intel Core i5-9600K mit satten sechs Kernen. Das besondere an diesem Prozessor ist der offene Multiplikator, weshalb er auch den Zusatz „K“ hinter den Namen trägt. Was bedeutet das nun? Du kannst mit nur wenigen Klicks im entsprechenden UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) die Taktrate erhöhen und so noch mehr aus deinem Prozessor rausholen. Dafür ist natürlich ein entsprechender Kühler notwendig — in diesem Fall handelt es sich dabei um den be quiet! Dark Rock 4. Durch seine schlichte Optik passt er perfekt zum Rest des PCs und liefert ebenso die notwendige Kühlleistung.

Darum solltest du deinen Gaming-PC selbst bauen
Was die Grafikkarte angeht, so habe ich mich für die MSI GeForce RTX 2080 Gaming X Trio entschieden. Wie bereits erwähnt, verfügt diese über neuartige Technologien wie Raytracing oder DLSS, von denen zukünftig zunehmend mehr Spiele profitieren sollen. An dieser Stelle sollte jedoch erwähnt werden, dass die Nvidia GeForce GTX 1080 Ti ebenfalls eine würdige Alternative darstellt. Bei dieser Karte handelt es sich um das High-End-Flaggschiff der letzten Generation, welches nach wie vor enorm viel Leistung mit sich bringt. Es kann sich also durchaus lohnen, beide Karten im Auge zu behalten und bei einem entsprechenden Deal zuzuschlagen.

Was die restlichen Komponenten anbelangt, so verfügt der Gaming-Rechner über satte 16 GB DDR4-RAM mit 3.200 MHz. Bei den Festplatten handelt es sich einerseits um eine äußerst flinke NVMe-SSD aus dem Hause Samsung im M.2 Format. Diese bietet durch die PCIe-Schnittstelle deutlich höhere Übertragungsraten als herkömmliche SATA-SSDs. Bis zu sechsmal mehr, um genau zu sein. Als Massenspeicher für deine Dateien dient eine herkömmliche 1 TB HDD. Alle Komponenten landen dann schließlich im H500 aus dem Hause NZXT. Dieses Gehäuse bietet dir neben der Glasfront zahlreiche weitere nützliche Features, verzichtet dabei jedoch auf einen Schacht für ein CD-Laufwerk.

Achtung: Die hier aufgeführten Preise sind gerundet und können sich außerdem jederzeit ändern. (Stand 03.11.2018)
Komponente Produkt Preis
Prozessor Intel Core i5-9600K (6x 3.70GHz) 279 Euro bei Mindfactory
Kühler be quiet! Dark Rock 4 50 Euro bei Mindfactory
Mainboard MSI Z390-A PRO (ATX) 123 Euro bei Mindfactory
Arbeitsspeicher Corsair Vengeance LPX 16 GB (DDR4-3200) 139 Euro bei Mindfactory
Grafikkarte MSI GeForce RTX 2080 Gaming X Trio (8 GB, GDDR6) 835 Euro bei Mindfactory
Festplatte(n) Samsung 970 Evo 250 GB (M.2)

Western Digital WD Blue 1 TB

69 Euro bei Mindfactory

38 Euro bei Mindfactory

Netzteil EVGA SuperNOVA G3 650W
Gehäuse NZXT H500 (schwarz, Glasfenster) 80 Euro bei Mindfactory
Summe 1.718 Euro

Wichtige Anmerkung:

Im Endpreis ist kein Betriebssystem enthalten. Idealerweise besorgst du dir zusätzlich also noch eine Windows 10 Lizenz. Außerdem wurde der Großteil der Komponenten über nur einen Shop bezogen, insofern es möglich war. Hier musst du selbst entscheiden, was dir wichtiger ist. Du kannst sicherlich nochmal einiges sparen, jedoch ist es im Hinblick auf Garantie und Support durchaus sinnvoll, sich auf so wenig Shops wie möglich zu beschränken.

Jetzt hast du einen Gaming-PC und weißt nicht was du zuerst zocken sollst? Finde es hier heraus.

Nachdem bereits das Einsteigermodell und der Allrounder-PC vorgestellt wurden, nähern wir uns langsam dem Ende der Artikelserie. Beim nächstem Mal soll es dann schließlich darum gehen, ein wahres High End-Monster zu erschaffen. Hast du bereits erste Erfahrungen mit dem Zusammenbau eines Gaming-PCs gemacht? Wie oft upgradest du im Schnitt? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.

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