Religion in Hitman: Woran glaubt Agent 47?

Michael Sonntag 1

Auge um Auge, Glatze um Glatze. Wie passen die vielen Morde und kirchlichen Symbole in dieser Spielereihe zusammen?

Weihnachten ist die Zeit der Besinnung und der Zusammenkunft. Aber Weihnachten ist auch die Zeit des Kultes. Es geht um Rituale, ritualisiertes Handeln und natürlich auch um Religion. Wir haben uns für diese Artikel-Serie unterschiedliche Formen von Kult angeschaut. Sei es LARP, als Kult(ur) der Live-Rollenspiele oder Sekten und Religion in Videospielen. Das Beste aber: Alles ganz ohne Weihnachts-Inhalte.

Während in vielen Spielen Mord ein bewährtes Mittel darstellt, um ein bestimmtes Spielziel zu erreichen, ist es in der Hitman-Reihe keine mittelbare Handlung, sondern das eigentliche Ziel. Du spielst den Auftragskiller 47, der für ein bestimmtes Entgeld Zielpersonen ausschaltet.

Dabei ist die Spielwelt gar nicht so düster, wie es Nicht-Kenner annehmen würden, wenn sie nur von dieser Information ausgingen. Der Stil ist satirisch und distanziert gehalten, oft sogar schwarz-humorig. Zudem ist es gar nicht so leicht, eine Zielperson auszuschalten. Ein Punktesystem veranlasst den Spieler, präzise und leise vorzugehen, und raubt den Spaß, das Spiel als reinen Amok-Simulator zu nutzen. Nichtsdestotrotz landete der erste Teil der Reihe ursprünglich wegen seines kontroversen Themas auf dem deutschen Spiele-Index.

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Doch geht es hier nur um Mord und Totschlag? Wer etwas mit der Reihe vertraut ist, dem werden sicherlich das eine oder andere Mal die vielen Kirchen und Kreuze aufgefallen sein, die zufällig auftauchen und nicht mit ins Spielgeschehen einbezogen werden. Sie wirken beobachtend und urteilend. Gibt es einen religiösen Kodex im Spiel? Und wenn ja, wie sieht dieser aus und glaubt 47 daran?

Fettgedruckte Spoiler-Warnung: Zur Analyse muss ich auf die Story von Hitman 1 bis 5 eingehen.

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