3. Probier was Neues

Weihnachten, Chanukka, Kwanzaa – sie alle sind Feste der Tradition, der Sitten und Gebräuche und vielleicht ist es ja genau das, was manch einen abstößt. Nicht jedermann hält es aus, zum 24. Mal in Folge mit Muttern Zugvögel zu verschlingen und dabei Wham! in Dauerschleife zu hören. Also gestalte Dir die Jahreszeit so, wie Du es für richtig hältst und etabliere Deine eigene Tradition. Da kann man alles in die Playlist werfen, zwischen hartem Goa und Rockabilly, zu essen gibt es Hot Dogs mit Erdnussbutter und als Dessert Eis am Stiel und wo sich andere Leute fettleibige Geschenkphantome an die Scheiben kleben und klirrbunte Lichterketten von ihrem Balkon baumeln lassen, die richtiggehend dazu einladen, sich mit ihnen aufzuknüpfen, schmeisst Du Dich eben in einen Grasrock, hängst Deine Veranda mit Windspielen voll und erfindest einen neuen Tanz, der den Dab mit dem Harlem Shake kreuzt. Es ist Dein Fest, und somit auch Deine Regeln.

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4. Bingewatching

Sein wir ehrlich: Im Jahr 2016 gibt es ja nun wirklich keine Ausrede mehr, sich alleine zu langweilen. Ob nun Netflix, Amazon Prime oder sonst ein Streamingdienst, dem geneigten Einzelgänger stehen an Weihnachten alle Optionen offen, problemlos drei bis 30 Tage zu verplempern, indem er mehr oder weniger passende Streifen und Serien guckt. Wer es doch traditionell mag, der greift zu besinnlichen Weihnachtsfilmen wie Stirb langsam, Bad Santa oder Krampus. Wer einfach winterliche Atmosphäre will, der guckt eben Dead Snow, denn ganz ehrlich: Wie können aus dem Eis erwachende Nazi-Zombies jemals schlecht sein? Mein Traditionsfilm ist übrigens eine lauschige Nummer aus den 90ern mit Dennis Leary und Kevin Spacey, die auf den Namen No Panic – Gute Geiseln sind selten hört. Und wer sich partout nicht entscheiden kann, der macht einfach das Streaming-Kaminfeuer seiner Wahl an und lässt es knistern. Bonuspunkte, falls Du wirklich einen Kamin hast, den Du dann aber nicht benutzt.

 

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Bad Santa Trailer - Deutsch

5. Hol noch jemanden ins Boot

Dass ein Weihnachten allein beginnt, heißt ja nicht, dass es so enden muss. Zwar können sogenannte „Freunde“ und „Familie“ mal bleiben, wo der Pfefferkuchen wächst, aber niemand hat behauptet, Du könntest zu Weihnachten niemand kennenlernen. Wer keine dunkle Kaschemme von Bar oder einen Club frequentieren will, der kann immer noch ernst gemeintes Interesse an Zeugen Jehovas zeigen, für die ist Weihnachten die heißeste Jagdsaison. Oder seine bislang sorgfältig ignorierten Nachbarn spontan an der Tür mit einem Sandwich überraschen. Wer lieber eine Insel sein will, kann es natürlich bleiben – doch es ist eine gute Jahreszeit, um sich daran zu erinnern, dass jeder von uns da draußen Freunde und Gleichgesinnte hat, die er noch gar nicht kennt.

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