Exit VR: Das nächste Level der Virtual Reality

Sandro Kreitlow

Dir sind Virtual Reality-Brillen zu teuer? Mit Exit VR bekommst Du nun die Möglichkeit, in einem Escape Game in die virtuelle Welt abzutauchen, ohne Dir eine eigene anzuschaffen. Gleichzeitig überzeugt das angespielte HUXLEY in Technik, Handlung und Immersion.

Exit VR: Das nächste Level der Virtual Reality

Escape Rooms - Das sind Rätsel, in denen Du entkommen musst. Nicht allein, sondern gemeinsam mit Deinen Kameraden. Denn Teamwork ist hierbei mehr gefragt, als alles andere. In Berlin öffnet nun das deutschlandweit erste Escape-the-Room-Spiel mit Virtual Reality. Im HUXLEY genannten Escape Game findest Du Dich direkt in einem Videospiel wider. Das gilt nicht nur für die Immersion, sondern auch für die Geschichte.

„Mein Name ist HUXLEY und ich brauche Eure Hilfe!“

Das sind die Worte, die mich und meine Crew per Funkspruch auf einer Raumstation erreichen. Als wir uns gemeinsam auf den Weg machen, stellt Huxley sich als eine außerordentlich clevere künstliche Intelligenz heraus, deren äußere Hülle in Form eines Roboters langsam ihr Ende findet. Kabel hängen herunter, Flugdüsen spielen verrückt. Die Stimme schwankt, während er uns bittet, ihm zu helfen.

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Mit letzter Kraft erzählt Huxley, was geschehen ist. Er selbst ist es, der für den Untergang der Menschheit verantwortlich ist. Wir sind im Jahre 3007 nicht nur die letzten Überlebenden der Menschheit, uns wird auch bewusst, dass wir die letzte Hoffnung der Welt sind, die nur gerettet werden kann, wenn wir in die künstliche Intelligenz eindringen, um sie zu zerstören.

Ob dies gelingt, liegt ganz an Dir und Deinen Freunden. Es gilt, verschiedenste Rätsel gemeinsam zu lösen, indem klar kommuniziert wird, um dem anderen zu helfen. Nach 44 (und gefühlten 10) Minuten ist es auch schon wieder vorbei und Du wünschst Dir nichts lieber, als wieder zurück in diese fantastische Steampunk-Welt zu tauchen.

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Probleme der Virtual Reality? Behoben!

Du hast Angst, in der virtuellen Welt gegen eine Wand oder Deine Teammitglieder zu stoßen? Keine Sorge, denn in HUXLEY ist dies unmöglich - dank der brillianten HTC Vive-Technik. Jedes der drei Gruppenmitglieder befindet sich in einem eigenen Raum mit lila schimmerndem Licht, in dem es sich auf einer vier mal sechs Meter großen Fläche bewegen kann. Von der Brille wahrgenommen werdet Ihr durch die HTC Vive-Techniken Lighthouse, Gyrometer und Beschleunigungssensor, die an den Ecken des Raumes befestigt sind. Die Grenzen dieses Raumes umgeht Huxley clever, indem beispielsweise Labyrinth-Rätsel gelöst werden, bei denen Du Deine Kameraden aus der isometrischen Ansicht in die richtige Richtung lenkst - lediglich per Kommunikation. Solltest Du doch an eine reale Wand ankommen, warnt Dich eine virtuelle Wand im Spiel.

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Kabelsalat? Fehlanzeige! Fast jedes Device ist kabellos verbunden. Im Headset (inkl. Mikrofon) hörst Du nicht nur Deine Kameraden, sondern auch den Spielleiter per WLAN. Er wirft stets ein Auge auf Euch, solltet Ihr doch zu lange an einem Rätsel hadern. Auch die beiden Controller funktionieren kabellos und werden mit den genannten HTC-Vive-Techniken getrackt. Lediglich die HTC Vive-VR-Brille ist mit dem Rechner verbunden, der sich als Rucksack auf Deinem Rücken befindet. Nach knapp 35 bis 40 Minuten Spielzeit kann es allerdings passieren, dass die Akkus der Computer schlapp machen - ein Spielleiter reißt Dich dann kurz aus der VR, um den Akku auszutauschen. Weiter geht’s!

Virtual Reality - Fluch oder Segen?

Ein weiteres Ur-Problem der Virtual Reality weiß Exit VR klar zu umgehen: Motion Sickness ist in HUXLEY ein Fremdwort. Die zwei OLED-Displays der HTC Vive mit je 1080 x 1200 Pixel zahlen sich aus. Sie sind es, die HTC Vive zur bisher schärften Optik der auf dem Markt erhältlichen VR-Plattformen machen und Dich die Virtual Reality angenehm fühlen lassen. Die Programmierer werkelten mit vielen Details an HUXLEY, so sind nur wenig unscharfe Kanten erkennbar. Mit weiteren Entwicklungen und Verbesserungen der Grafikleistung ist zu rechnen, schließlich befindet sich Virtual Reality in dauerhafter sowie schneller Entwicklung.

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Zusammenfassung

Der Ausflug in die virtuelle Realität kostet je nach Gruppengröße und Tageszeit zwischen 21,50 und 39,50 Euro pro Person. Das Angebot wollen die Macher übrigens nicht nur auf Berlin begrenzen. Das Spiel soll als Franchise-Geschäft auch anderen Escape-Room-Locations angeboten werden, die keine eigene VR-Mission aufziehen wollen. Huxley zieht Dich sofort in seine Steampunk-Welt. Du rettest gemeinsam mit Deinen Freunden die Menschheit, ja die ganze Welt, indem Du im Wettlauf gegen die Zeit immer tiefer in HUXLEY eindringst. Exit VR zeigt nicht mehr nur das Potenzial von Virtual Reality auf, es ist auch ein weiterer Meilenstein der neuen, faszinierenden Technik. Enttäuschend ist nur die Rückkehr in die reale Welt: Durch den ehemaligen DDR-Bunker Berlins in der Nähe des Alexanderplatzes geht es zurück in den Alltag.

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