Vorsicht, Klischee: So will Skylla zu einer gesünderen E-Sport-Szene beitragen

Lisa Fleischer

Petyas Lösung: Skylla

10 Jahre stieg Petya in der Szene weiter auf – bis CS:GO von Valve veröffentlicht wurde. Weil sie sich mit ihren fast 30 Jahren an ein komplett neues Spiel hätte gewöhnen müssen, entschied sie sich dazu, mit dem professionellen Zocken aufzuhören. Leicht gefallen ist ihr das keinesfalls und so war klar, dass sie die Szene wenigstens passiv unterstützen und jungen E-Sportlern bei ihrer Karriere unter die Arme greifen werde. Diesen Traum konnte sie jedoch nicht sofort in die Tat umsetzen, es folgten Jobs bei Freaks 4You Gaming und DojoMadness. Bis ihr Tom Lemke vom Gewinnspiel-Unternehmen Unikrn die Idee von Skylla präsentierte.

Die Skylla-Turniere, an denen sowohl männliche und weibliche Spieler teilnehmen dürfen, stehen für Diversität, Respekt und Akzeptanz. Cheats sind selbstverständlich verboten, Beleidigungen ebenso. Vor den Turnieren wird den Teilnehmern klar gemacht, dass es Konsequenzen haben wird, wenn sie gemein oder grob sind. „Nicht, weil die Mädchen etwas Besonderes sind, sondern weil der Respekt den Server und auch außerhalb des Servers aufrecht erhalten werden soll.“

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Petya will mit den Turnieren zeigen, dass Frauen im E-Sport ihre Position rechtmäßig verdient haben und genauso viel trainieren wie ihre männlichen Mitspieler. Immer wieder steht sie deshalb in engem Austausch mit den Teilnehmern.

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Das Rezept zum Erfolg: Leidenschaft!

Die Gründerin von Skylla möchte Frauen und Männer dazu animieren, nicht darauf zu warten, dass ein Scout auf sie zukommt und sie für ihr Team erwählt, denn „das wird nicht passieren“. Ihren Job müssen sie also immer noch selber in die Hand nehmen, „wir (Skylla) helfen ihnen nur, ihren Job gut machen zu können.“

Ein Beispiel: Einer der Spieler aus der letzten und gleichzeitig ersten Saison für Skylla war so traurig darüber, dass sein Team verloren hat, dass er mit dem E-Sport gänzlich aufhören wollte. Petya erwiderte „Wenn das deine Einstellung gegenüber allem ist, dann wirst du im Leben nie etwas erreichen.“ Schließlich hängt der Erfolg im E-Sport nicht alleine vom Talent ab, das vorhanden ist oder eben nicht. Prinzipiell kann jeder E-Sportler werden, solange er tausende Stunden Trainingszeit ins Spiel steckt.

„Du musst dich vollständig auf das festlegen, was du magst, was du liebst. Ich glaube es nicht, wenn du mir sagst ‚Ich bin einfach gut, deshalb spiele ich dieses Spiel.‘ Bist du nicht. Das ist keiner. Du brauchst Leidenschaft. Wenn du Leidenschaft zeigst, kannst du dir etwas aufbauen.“

Hier geht's zur offiziellen Webseite von Skylla*

Ob Frau oder Mann ist dabei egal, denn: „Du bist ein Mensch. Du hast eine Seele. Du hast einen Körper. Du hast Skills. Du hast Ziele und eine Ambition, unabhängig von deinem Geschlecht. Du kannst entweder deinen Zielen folgen oder aufgeben.“

Wie gefällt dir die Idee hinter Skylla? Wirst du die Turniere in Zukunft verfolgen und vielleicht sogar selber daran teilnehmen?

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