Wahl-O-Mat für Smartphone wieder online: Bereit für die Europawahl 2019

Stefan Bubeck 1

Der Wahl-O-Mat funktioniert wieder. Sowohl die Webseite als auch die Apps für Android und iOS bieten wieder Fragen zur Europawahl an, deren Auswertung dem Nutzer bei seiner Wahlentscheidung helfen kann.

Update vom 23.05.2019: Der Wahl-O-Mat ist wieder online und voll nutzbar.

Der Wahl-O-Mat wurde zuvor vom Betreiber (Bundeszentrale für politische Bildung) vom Netz genommen – knapp eine Woche vor der Europawahl 2019. Das Verwaltungsgericht Köln hatte entschieden, dass der Dienst in der derzeitigen Form nicht betrieben werden darf. Die Partei „Volt“ hatte eine einstweilige Verfügung durchgesetzt. Nun hat man sich außergerichtlich geeinigt: Volt hat die Beschwerde gegen den Wahl-O-Mat zurückgezogen, die Bundeszentrale für politische Bildung hat zugestimmt, die App in Zukunft zu verbessern. Kritikpunkt: Es können nur bis zu acht Parteien mit den Nutzerantworten abgeglichen werden.

GIGA empfiehlt als eine Alternative den WahlSwiper. Hier können alle zur Wahl stehenden Parteien gleichzeitig mit den eigenen Antworten abgeglichen werden.

Originalartikel:

Wahl-O-Mat: Fragen zur Europawahl 2019 ab jetzt verfügbar

Welche Partei steht für welches Programm und wem könnte man seine Stimme geben? Die Direktwahl zum Europäischen Parlament findet in Deutschland am 26. Mai 2019 statt. Der jetzt aktualisierte Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ist ein nützliches Tool, das als Wegweiser dienen kann.

Den Wahl-o-Mat erreicht man entweder über die entsprechende Webseite www.wahl-o-mat.de oder alternativ in Form der gleichnamigen Smartphone-App für Android im Google Play Store und . Neu seit dem 3. Mai sind hier die 38 Fragen zur Europawahl, die dem Nutzer dabei helfen können, unter 41 Parteien die beste Wahl zu treffen.

Download für Android:

Wahl-O-Mat
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Download für iOS:

Wahl-O-Mat
Entwickler: bpb
Preis: Kostenlos

Die zur Wahl stehenden Parteien wurden zuvor von der Bundeszentrale für politische Bildung befragt. Im Wahl-O-Mat kann der Nutzer dann entsprechenden Thesen zustimmen, sie ablehnen, sich für eine neutrale Haltung entscheiden oder im Zweifel auch überspringen. Beispiele für solche Thesen sind: „Die EU soll sich höhere Ziele zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes setzen“ oder „Deutschland soll an Stelle des Euro wieder eine nationale Währung einführen“.

Am Ende kann der Nutzer einzelne Antworten doppelt gewichten, um so ein genaueres Ergebnis zu erhalten. Dann werden die Antworten mit den Positionen von bis zu acht Parteien abgeglichen (– die alternative App „WahlSwiper“ lässt hier übrigens deutlich mehr zu) und die Übereinstimmung in Prozent angezeigt. Die genauen Begründungen der Parteien zu den einzelnen Positionen sind auch am Schluss in dieser Ergebnisansicht einsehbar.

GIGA hat den Wahl-O-Mat auf der Webseite und als App ausprobiert. Funktioniert super und führt zum Teil zu interessanten Ergebnissen – etwa passende Parteien, die man vielleicht zuvor noch gar nicht kannte. Es ist übrigens möglich, dass es aktuell aufgrund der hohen Nachfrage zu längeren Ladezeiten kommen kann.

Wahl-O-Mat: So beliebt ist der Dienst in Deutschland

Der Wahl-O-Mat ist seit seiner Einführung im Jahr 2002 ein großer Erfolg. Die letzte Europawahl fand 2014 statt, damals konnte der Wahl-O-Mat rund 4 Millionen Aufrufe verzeichnen. Bei der Bundestagswahl 2017 waren es dann sogar 15,7 Millionen. Obwohl der Dienst so beliebt ist und vielen Menschen bei ihrer Entscheidung hilft, betont die bpb, der Wahl-O-mat sei nur ein „Startpunkt, um sich noch besser über die zur Wahl stehenden Parteien zu informieren“.

Das sehen wir auch so: Nur schnell 38 Fragen beantworten und dann zur Europawahl 2019 gehen, das ist etwas wenig. Besser ist es, sich etwas Zeit für die Recherche zu nehmen und sich über die eigenen Standpunkte einige Gedanken zu machen. Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Wahl-O-Mat bisher gemacht? Schreibt uns in die Kommentare.

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