Facebook: Internet-Drohnen-Tests im nächsten Jahr

Martin Malischek

Facebook macht es sich mit der Organisation „Internet.org“ zum Ziel, Internet auch in Schwellenländer zu bringen. Erste Tests der hierfür entwickelten Internet-Drohnen sollen bereits 2015 stattfinden.

Facebook: Internet-Drohnen-Tests im nächsten Jahr
Bildquelle: Facebook, internet.org.

Das soziale Netzwerk Facebook findet sich mit vielen Partnern wie beispielsweise Qualcomm, Samsung und Nokia bei „Internet.org“ zusammen. Die Unternehmen wollen bezahlbares oder teils kostenloses Internet in Länder bringen, die, zumindest in weiten Teilen, bis jetzt nicht auf die größte Informationsquelle zugreifen können. Vom Internet „ausgeschlossen“ sind laut Angaben der Organisation zwei Drittel der Welt.

Bereits im Juli dieses Jahres wurde die Internet.org-App vorgestellt, mit der einige Dienste wie Wikipedia, die Google-Suche und Facebook kostenlos in Afrika angesteuert werden können. Die Android-Anwendung ist uneingeschränkt nutzbar, ein Datenlimit wurde ebenfalls nicht festgelegt.

Internet.org: Ziel eines flächendeckendes Internet

Mit in Schwellenländern flächendeckend eingesetzten Internet-Drohnen möchte man einen Schritt weiter gehen und jeden bis dato nicht erreichten Haushalt mit dem Internet vernetzen. Die mit Solar betriebenen, Passagierflugzeug großen, Flugobjekte erreichen eine Flughöhe von umgerechnet 18 bis 27 Kilometer und sollen mehrere Monate ohne Unterbrechung und Besatzung in der Luft verweilen.

Die ersten Tests der Drohnen plant Facebook im Jahr 2015, in drei bis fünf Jahren sollen diese in normalen Betrieb gehen können. Geplant ist der Einsatz unter anderem in Afrika, Asien und Lateinamerika. Verantwortlich für das Projekt ist das Facebook-hauseigene „Connectivity Lab“, welches noch mit Unklarheiten aufgrund der Flughöhe zu kämpfen hat: Bis dato ist der Flugverkehr für die angepeilte Höhe noch nicht geregelt.

Yael Maguire, der technische Leiter des „Connectivity Labs“ hat sich außerdem ein weiteres Ziel gesetzt: „Bis jetzt birgt der Begriff ‚Drohne‘ einen bitteren Beigeschmack. Wir müssen das ändern.“

Quelle: Mashable, via t3n

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* Werbung