13 Hours: Erster Trailer bietet gewohnte Michael-Bay-Action

Andreas Engelhardt

Neben der nicht enden wollenden Transformers-Reihe kann man leicht vergessen, dass Michael Bay auch noch in anderen Filmen die Fetzen fliegen lässt. Sein neuester Film wird sich um einem tatsächlich ereigneten Terroranschlag drehen. Klingt nach reichlich Action und ordentlich Patriotismus oder kann uns der erste Trailer vom Gegenteil überzeugen?

Der Erfolg von „American Sniper“ blieb scheinbar auch nicht Michael Bay verborgen. Denn bevor uns 2017 der fünfte Teil der „Transformers“-Reihe ins Haus steht, wird der Regisseur ein reales Ereignis verfilmen, das gewiss das Potenzial für patriotische Botschaften bietet. „13 Hours: The Sectret Soldiers of Benghazi“ lautet der griffige Titel der neuesten Bay-Bombe, die einmal mehr verspricht, ein Action-Porno zu werden. Seht hier den ersten Trailer.

Erster Trailer zu „13 Hours: The Sectret Soldiers of Benghazi“

13 Hours - Trailer 1 Deutsch.

Am 11. September 2012 - elf Jahre nach dem Anschlag auf das World Trade Center - wurde das US-Generalkonsulat in Bengasi von einer islamistischen Terrormiliz angegriffen. Dabei kamen vier Amerikaner ums Leben, unter anderem ein US-Botschafter.

„13 Hours: The Sectret Soldiers of Benghazi“ wird sich auf sechs Navy Seals konzentrieren, die das Chaos wieder unter Kontrolle kriegen und ihre Landsleute beschützen müssen. Der Film nimmt sich „13 Hours: The Inside Account of What Really Happened In Benghazi“ von Mitchell Zuckoff zur Vorlage. Das Buch ist ein Protokoll der Ereignisse von Bengasi, das die Geschehnisse detailliert darstellt.

Die Handlung erinnert entfernt an „The Rock - Fels der Entscheidung“, einen anderen Kracher von Bay. Und ohnehin lässt der Trailer erahnen, dass der Regisseur sich hier in gewohntem Terrain bewegt. Uns erwartet scheinbar genau das, was man erwarten kann, wenn jemand wie Micheal Bay ein solches Thema anpackt.

Amerikanische Flaggen wehen im Hintergrund. Männer, die bereit sind, für ihr Land zu sterben. Taffe Jungs, die den Hintern von zögerlichen Bürohockern retten. Darüber hinaus wirkt auch die Action erstaunlich vertraut. Die typische Farbgebung, Lens Flares, zu viel Sprühfunken bei Explosionen. Eben alles, was Michael Bay in seinen bisherigen Arbeiten geliefert hat. Scheint so, als wolle er nun seine Version von „Black Hawk Down“ inszenieren.

Das Einzige, das bei all diesen bekannten Formeln herausfällt, ist John Krasinski. Der Schauspieler wird einen der Navy Seals spielen, was insofern gewöhnungsbedürftig ist, da Krasinski bislang durch lustige Darbietungen aufgefallen ist. Ich konnte den im Trailer zu sehenden Versuch, nun auf Badass zu machen, zwar nicht ernst nehmen, aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Der Kinostart von „13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi“ in Deutschland wurde auf den 10. Februar 2016 festgelegt.

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