Dog = Creature = Food
Dog = Creature = Food

Natürlich sagen jetzt alte Anime-Füchse “Well DUH!“, denn Excel Saga ist mehr als nur ein bisschen bekannt. Diejenigen aber, die es bislang nicht kennen, müssen auf diese Perle des surrealen Slapsticks hingewiesen werden, denn es gibt wenig Vergleichbares. Und mit „wenig“ meine ich „nichts“.

Excel Saga erzählt die Geschichte von... puh, wie anfangen. Es geht um das frisch von der Highschool abgegangene Mädchen Excel Excel (sic!), das unter dem herrlich lethargischen und begeisterungslosen Lord Il Palazzo in einer faschistoiden Geheimorganisation an der Eroberung Japans (dann der Welt) arbeitet und mit wenig Verstand, sehr viel Energie und komplett bescheuerten Plänen alles versucht, um ihren gutaussehenden Führer glücklich zu machen, während der meist regungslos auf einem unterirdischen Thron sitzt und so produktive Aktivitäten wie das Spielen von Dating-Sims verfolgt.

Später im Verlauf der Serie stößt Hyatt zu ihnen, ein Alien-Mädchen, das die Angewohnheit hat, alle paar Minuten tot umzufallen und bald wieder aufzuerstehen. Alles andere an der Serie ist, trotz gewisser wiederkehrender Figuren (darunter so illustre Gestalten wie der Wille des Makrokosmos, der verstorbene Gastarbeiter Pedro und das Hündchen Mochi, das von Excel als Notfallration gehalten wird), ein einziger Clusterfuck von Nonsens und gerade deshalb zum Brüllen komisch. Eine „fourth wall“ gibt es de facto kaum, tatsächlich wird vor jeder Folge die Erlaubnis des Original-Manga-Autors eingeholt, seine Arbeit komplett in ein neues Genre zu verdrehen und verwursten. Deshalb haben wir einmal Sozialsatire, dann wieder Dschungel-Rambo-Action, eine Sportfolge oder auch mal einen Kriminalfall. Ach ja: Die früheste Plotline ist, den Autor selbst umzubringen, und in der letzten Folge steckt ohne besonderen Grund so viel Gewalt und schwarzer Humor, dass die Ausstrahlung gesperrt wurde. Glorreicher Schwachsinn.

Platz 3: Chaoten-Kunoichi