Geisteskrank und gefühlvoll schließen einander nicht aus
Geisteskrank, epic und gefühlvoll schließen einander nicht aus

Lasst mich zuerst einmal die offensichtliche Frage beantworten: Der Name dieser großartigen OVA-Reihe wird “furi kuri“ bzw. eben „fooly cooly“ ausgesprochen. Es geht um den jungen Naota, der in einer Kleinstadt lebt und sich furchtbar langweilt, weil dort nie etwas passiert. Dann kommt ihm eines Tages eine junge Frau auf einem Motorroller entgegen, schlägt ihm eine Bassgitarre vor die Stirn und öffnet somit in Naotas Kopf ein Wurmloch, durch das Roboter in unsere Dimension eindringen und Naota aus der Stirn wachsen. Hätte er mal bloß nichts gesagt.

Die Dame stellt sich als Haruhara Haruko vor und verbringt nun ihre Zeit abwechselnd damit, Naota zu quälen und die Roboter zu bekämpfen. Der Plot macht von hier ab eine fantastische Wendung nach der anderen und scheut sich dabei nicht, zwischen totalem Schwachsinn und erstaunlich gefühlvoller Coming-of-Age-Story zu flippern. Da gibt es dann schon mal einen Charakter, der Algenblätter als Augenbrauen hat, oder eine Passage, die tatsächlich innerhalb des Anime mit Manga-Panels erzählt wird, oder Picture-in-Picture-Einblendungen, in denen die Charaktere über ihre Arbeit am Set reden. Auf der anderen Seite werden Naotas Sorgen und sein Reifungsprozess erstaunlich gefühlvoll gehandhabt.

FLCL hat nur sechs Folgen und man kann mit einem gewissen Recht sagen, dass die Serie zu abgedreht ist. Wer sich aber darauf einlassen kann, der wird ein wilde Reise mitmachen, die er noch lange im Herzen tragen kann. Der tolle Soundtrack schadet ebenfalls nicht. Ach übrigens: Obwohl es zahlreiche Andeutungen gibt, wird nie wirklich erklärt, was FLCL bedeutet – irgendwas mit Fummeln.

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