La storia della Arcana Famiglia erzählt die Geschichte einer italienischen Organisation, die aus unterschiedlichen, ganz besonderen Charakteren besteht. Jeder von ihnen verfügt über eine sogenannte Arcana-Fähigkeit, die ihnen die Kraft einer bestimmten Tarot-Karte verleiht und sie so die Insel, auf der sie leben, vor Gefahren bewahren können. Arcana Famiglia beschäftigt sich hauptsächlich mit den Charakteren und ihrem Wunsch danach stärker zu werden, um bald an der Spitze der Organisation zu stehen.

 

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Felicita ist die Tochter des Oberhauptes der sogenannten Arcana Famiglia Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, ihre Heimatinsel vor Angreifern zu beschützen. Doch ist Arcana Famiglia alles andere als eine normale Organisation. Die Mitglieder haben allesamt Pakte mit gewissen Tarotkarten (Arcana)
geschlossen und erhalten von diesen bestimmte Fähigkeiten. Ihr Pakt wird durch ein Mal gekennzeichnet, das sich von Charakter zu Charakter unterscheidet und jeweils an einer anderen Stelle des Körpers zu finden ist. Auch die Kräfte variieren innerhalb der Organisation. So kann Felicita in die Herzen der Menschen blicken und die Wahrheit herausfinden, während ein weiteres Mitglied namens Liberta mit der Kraft seiner gesprochenen Worte Dinge erschaffen, bewegen oder vernichten kann.

Felicitas Vater Mondo beschließt eines Tages einen würdigen Nachfolger für sich zu finden – welcher gleichzeitig Felicitas Ehemann werden wird. In einem Turnier namens Arcana Duello soll dieser ermittelt werden und der Sieger bekommt außerdem einen beliebigen Wunsch erfüllt. Felicita ist wenig begeistert von der Idee ihres Vaters und beschließt selbst im Turnier anzutreten und zu gewinnen, damit sie nicht gezwungen wird jemanden zu heiraten, den sie nicht liebt.

Von da an beginnt für sie und ihre Freunde, die ebenfalls an dem Turnier teilnehmen werden, eine lange Reise, denn ihnen ist bewusst, dass sie mit ihren aktuellen Kräften nicht den Hauch einer Chance haben zu gewinnen. So erzählt der Anime nicht die Geschichte des Duells, sondern die der Figuren und ihrem schweren Weg dorthin.
Denn zuallererst müssen Felicita, Liberta und Nova zu sich selbst und ihren Kräften finden, um stärker zu werden.

La storia della Arcana Famiglia basiert auf einer Otome-Game-Visual-Novel - und das merkt man nach kurzer Zeit auch. Alle männlichen Charaktere stellen bestimmte Stereotypen dar, zwischen denen sich Felicita entscheiden kann. Und das überträgt sich auch in den Anime. Viele der Charaktere zeigen offen ihre Zuneigung für sie und buhlen um ihre Aufmerksamkeit. Zuschauer, die lieber Romantik als Action sehen, kommen daher gut auf ihre Kosten. Alle anderen werden nach der starken, ersten Folge etwas enttäuscht sein.

Denn La storia della Arcana Famiglia besitzt durchaus Potenzial, welches leider nicht ausgenutzt wurde. Es hat die richtigen Zutaten: eine selbstbewusste Protagonistin, außergewöhnliche Fähigkeiten, eine mysteriöse Organisation, ein wenig Action und Romantik und ein ansprechendes Charakterdesign. Doch leider werden diese Dinge nicht ausgebaut. Sehr gerne hätte ich das Arcana Duello im Mittelpunkt gesehen, da die einzelnen Fähigkeiten durchaus interessant und spannend sind. Actionreiche Kämpfe wären also vorprogrammiert gewesen. Doch diese fallen in der Serie eher spärlich aus, weil der Fokus auf die Entwicklung der Charaktere gelegt wurde. Das ist nicht unbedingt falsch, aber die Story hätte durchaus mehr Action zulassen können.

So wird das alltägliche Leben der Charaktere zum Fixpunkt der Geschichte und kommt nicht mehr davon los. Zwar werden sie immer wieder in Kämpfe verwickelt, doch halten diese nicht lange vor und sind schnell vergessen. Auch besitzen die meisten der Charaktere keine wirkliche Tiefe und wirken teilweise flach und altbekannt. Das mag vor allem in der Vorlage begründet liegen, denn diese Art von Visual Novels bietet meistens immer die gleichen Charakterertypen an, damit wirklich für jede Spielerin ein bestimmter Mann dabei ist. Damit will ich diese Visual Novels keinesfalls verteufeln, denn ich spiele sie ebenfalls ab und an gern. Nur in einer Anime-Serie funktioniert das nicht sonderlich gut. Zumindest nicht in der Art und Weise, wie es bei Arcana Famiglia umgesetzt wurde.

Mir hat die Serie gut gefallen, aber sie konnte mich im Endeffekt nicht wirklich mitreißen. Die Grundidee hat mir sehr zugesagt, doch leider wurde diese nicht vertieft und es wurden die falschen Dinge in den Vordergrund gerückt. Schade, die Serie hätte wirklich Eindruck hinterlassen können.

La storia della Arcana Famiglia erscheint hierzulande bei Anime House. Momentan könnt ihr die ersten acht Folgen kostenlos bei Clipfish schauen.

© 2012, J.C. Stuff, HuneX, Sentai Filmworks, Anime House

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Annika Schumann
Annika Schumann, GIGA-Experte.

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