Auf dem populären Image-Board Reddit nahm Regisseur, Autor und Tiefseeforscher James Cameron jüngst an einer Fragerunde teil. Neben Meinungen zu aktuellen Filmen und dem Klimawandel offenbarte er auch das eine oder andere Info-Häppchen zu den kommenden „Avatar“-Sequels.

 

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Könnt ihr euch noch an „Avatar“ erinnern? Dank des monumentalen Erfolgs der Story über blaue Aliens, fremdartige Pflanzen und menschliche Gier dürfen wir jetzt ironischerweise vier Euro mehr pro Kinokarte ausgeben als noch vor fünf Jahren. Selbstverständlich ist mindestens eine Fortsetzung zu „Avatar“ daher Pflicht. So wie es aussieht, werden gleich drei weitere Kapitel der außerirdischen Blue Man-Geschichte parallel produziert.

Das populäre Image-Board Reddit bietet seit einiger Zeit die Möglichkeit, ein sogenanntes „Ask Me Anything“ zu veranstalten. In dieser internationalen Fragerunde können Schauspieler, Regisseure, Musiker oder ganz gewöhnliche Menschen die eingesandten Fragen des kollektiven Internets beantworten, natürlich alles öffentlich. Zu den zahlreichen Filmschaffenden, die diese Möglichkeit zur Kommunikation mit ihrem Publikum nutzen, hat sich jetzt auch James Cameron gesellt.

Der kanadische Regisseur ist im Moment vor allem wegen seinen Tiefsee-Expeditionen und seinen Dokumentarfilmen in aller Munde. Spielfilme macht er kaum mehr, zwischen „Avatar“ und „Titanic“ liegen satte 12 Jahre. Zuvor hat er sich vor allem durch die beiden ersten „Terminator“-Filme oder „Abyss - Abgrund des Todes“ einen Ruf als fortschrittlicher Visionär und Pionier der Filmtechnik erarbeitet. Wohin die Reise geht deutet er in Reddits virtueller Fragerunde an:

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Die offizielle Meldung aus Pandora ist, dass sich derzeit ganze drei Filme in der Vorbereitung befinden. Laut Cameron sind die Drehbücher etwa sechs Wochen von der Komplettierung entfernt und die drei Sequels werden zeitgleich produziert. Die schlechte Nachricht ist, dass nach „Terminator“ und „True Lies“ leider kein Platz für eine weitere Kollaboration mit Arnold Schwarzenegger sein wird.

Warum gleich drei weitere Filme der „Avatar“-Saga ins Leben gerufen werden, erklärt der Regisseur hier:

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Anscheinend ist es das Hauptziel der „Avatar“-Filme, mit ihrem Publikum zu kommunizieren und eine gewissenhafte Nachricht über die Umwelt zu transportieren. Und natürlich die Gelegenheit, sich NOCH mehr lustig aussehende Pflanzen und Kreaturen auszudenken. Das erleichtert mich enorm, zwischenzeitlich dachte ich, dass der alleinige Grund für die DREI „Avatar“-Sequels das Verdienen von unverschämt viel Kohle sei..

Auch über die technische Zukunft und die nächsten Innovationen hat Cameron einige Worte verloren:

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Über das Thema Virtuelle Realität und Oculus Rift hat Cameron bereits nachgedacht, doch hält er die Technologie bislang für zu teuer und zu wenig ausgereift, um Filme von hoher, erzählerischer Qualität damit zu verknüpfen.

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Große Ansagen vom Filmpionier. Seiner Meinung nach sollten alle Filme „für immer“ in 3D gemacht werden. Wobei die Einstellung wenig verwunderlich ist, schließlich hat sein Durchbruch in die 3D-Welt ihm den bislang erfolgreichsten Film aller Zeiten verschafft. Auf der anderen Seite wünscht er sich, dass Filme erzählerisch etwas zurückfahren und sich weg von Explosionen und Zirkus und hin zu einer Betonung auf die Charaktere entwickeln. Meiner Meinung nach vereint Cameron hier die schlimmste und die beste Aussage über zukünftiges Kino in einem Beitrag.

Neben den sachlichen Diskussionen über Filmtechnik und Naturwissenschaft bot die Fragerunde natürlich auch leichtere Momente, zum Beispiel die bisher beste Antwort auf die uralte Frage „Gegen was lässt sich besser kämpfen, gegen eine Ente von der Größe eines Pferdes oder gegen hundert Pferde von der Größe einer Ente?“. Wie James Cameron dieses Dilemma löst, findet ihr auf der nächsten Seite heraus.