Komaglotzen leicht gemacht: Banshee

Daniel Schmidt

Es gibt Crime-Serien, es gibt harte Crime-Serien und es gibt „Banshee“. Kaum ein anderes Format verfügt über die gleiche, explosive Mischung aus Betrug, Gewalt und Sex wie die Action-geladene Geschichte über einen Verbrecher, der in die Rolle eines Kleinstadt-Sheriffs schlüpft. Diese Woche verraten wir euch, warum „Banshee“ die perfekte Wahl für eine große Runde Komaglotzen ist. 

Komaglotzen leicht gemacht: Banshee
Bildquelle: ©Cinemax.

Eins ist klar, „Banshee“ ist definitiv nichts für schwache Gemüter. All die, die weder bei Blut noch Folter wegschauen und die schon zum Frühstück mehr Spannung vertragen als andere zum Abendessen, sind hier aber genau an der richtigen Adresse. Denn es geht so richtig zur Sache, wenn die ukrainische Mafia, ein gewissenloser Amische-Patriarch, ein Ex-Boxer, ein Ex-Sträfling und obendrauf noch ein Stamm amerikanischer Ureinwohner aneinander geraten. Dabei dreht sich alles um  Macht, Geld, dunkle Geheimnisse und natürlich, wie könnte es auch anders sein, um die Liebe.

Keine Lust auf Crime? Wir haben auch noch andere Vorschläge zum Komaglotzen für euch auf Lager:

Überblick

„Banshee“ ist gleichzeitig der Titel und auch der Name der fiktiven Kleinstadt im US-Bundesstaat Pennsylvania. Im Mittelpunkt der Serie steht der (bisher immer noch namenlose) Ex-Sträfling, der nach 15 Jahren aus dem Gefängnis kommt. Sein Ex-Boss, der ukrainische Mafioso Rabbit, ist allerdings immer noch hinter ihm her. Daher versteckt er sich in der Kleinstadt Banshee, wo er auch seine ehemalige Komplizin und Geliebte Anastasia vermutet. Die hat inzwischen eine neue Identität angenommen und lebt mit ihrem Mann und den zwei Kindern in einer vermeintlichen Idylle.

Wie der Zufall es will, trifft er kurz vor Banshee auf Lucas Hood, den neuen Sheriff der Stadt, den dort noch keiner zu Gesicht bekommen hat. Die perfekte Gelegenheit also, sich ebenfalls eine neue Identität aufzubauen. Fortan lebt der neue Sheriff/Verbrecher in Banshee, wo er allerdings nicht der einzige ist, der es mit dem Gesetz nicht so ernst nimmt. Vor allem der ruchlose Unternehmer Kai Proctor, ein ehemaliges Mitglied der ultra-religiösen Amische-Gemeinde, ist immer wieder eine Bedrohung für Recht und Gesetz in Banshee. Mit den ebenfalls ortsansässigen Ureinwohnern vom Stamm der Kinaho kommt es immer wieder zu Konflikten, die allerdings eher nicht mit einer Friedenspfeife beendet werden.

Der falsche Sheriff muss sich dieser Konflikte annehmen, um nicht aufzufliegen. Wie er das macht, ist dabei alles andere als konventionell. Zudem ist er ja eigentlich auch noch auf der Flucht vor der ukrainischen Mafia, die im wahrsten Sinne des Wortes vor nichts zurückschreckt, um den abtrünnigen kalt zu stellen.

Warum es sich lohnt

„Banshee“ ist vor allem genau das Richtige für Fans der knallharten Action. Da wird geprügelt, geschossen, gefoltert und gemordet. In den Pausen dazwischen widmen sich die Einwohner der Kleinstadt ausführlich der schönsten Nebensache der Welt. Besonders spannend ist dabei immer die Gefahr, die eigentlich jedem aus der ein oder anderen Ecke ständig im Nacken sitzt. Kaum ein Jäger, der nicht gleichzeitig auch Gejagter ist.

Wer jetzt den Eindruck hat, in „Banshee“ würde nur verkloppt und gevögelt, der irrt sich. Einen großen Teil der Handlung nehmen die perfiden Machtspiele der einzelnen Charaktere ein, die sich auch vor politischen Opern wie „House of Cards“ nicht zu verstecken brauchen. Hinzu kommt, dass die einzelnen Personen durch die Bank weg interessant und vielschichtig sind. Die liebende Mutter ist auch eine Mörderin, der Gangsterboss ein liebender Vater, der Sheriff ein Gangster und Gesetzeshüter gleichzeitig.

Neben Hauptdarsteller Antony Starr (Lucas Hood) und seiner Ex Anastasia (Ivana Miličević) sticht vor allem der dänische Schauspieler Ulrich Thomsen (Kai Proctor) heraus. Seine Darstellung des skrupellosen Unternehmers ist so großartig, dass man aufspringen und in den Bildschirm schlagen will.Lange Rede, kurzer Sinn: Action-Fans, die nicht zimperlich sind und für die die Story ebenso wichtig ist wie Krawall, kommen an „Banshee“ nicht vorbei.

Banshee Staffel 1: Trailer Englisch HD.

Wie? Was? Wo?

Bisher sind drei Staffeln von „Banshee“ fertig und im TV gelaufen. Pro Staffel gibt es neun Episoden, also 27 insgesamt mit jeweils ca. 60 Minuten Länge. Das wird also ein sportliches Wochenende. Wer sich die Episoden einzeln bei Amazon holt, kann natürlich aber auch verträglicher portionieren.

Banshee als Video on Demand bei Amazon

Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten, „Banshee“ legal in Deutschland anzuschauen. Alle Infos dazu findet ihr im folgenden Artikel:

Banshee im Stream und im TV

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