Der Begriff Method Actor bezeichnet einen Schauspieler, der auch vor extremen Maßnahmen nicht zurückschreckt, um seine Rolle authentisch darzustellen. Dazu gehört alles von großen körperlichen Veränderungen bis hin zu starken Einbußen im Privatleben. Vier der extremsten Fälle habe ich aufgelistet und nach Schweregrad geordnet.

Collateral-Cruise

4. Tom Cruise (Collateral)

Stellt man seine persönlichen Verfehlungen und Irrglauben beiseite, ist Tom Cruise ein absolut passabler Schauspieler. In seiner mehr als 30 Jahre langen Filmographie verstecken sich Klassiker wie „Top Gun“, „Eyes Wide Shut“, „Magnolia“ und „Vanilla Sky“, oder jüngst „Oblivion“ und „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“.

Zu seinen besten und außergewöhnlichsten Rollen gehört die des Vincent in „Collateral“. Als smarter und gnadenloser Killer hetzt er Jamie Foxx eine Nacht lang durch Los Angeles, um eine Reihe an Auftragsmorden durchzuführen. Anstatt zu hungern oder sich tonnenweise Muskeln anzutrainieren, griff Cruise für diese Rolle etwas tiefer in die Trickkiste der Schauspielerei und stellte sich der wohl schwierigsten Aufgabe, vor der ein Weltstar wie er stehen kann. Anonym bleiben.

Um sich in die Gedankenwelt des kaltblütigen aber unauffälligen Killers hineinzuversetzen hat Cruise sich eine Uniform angezogen, vermutlich einen falschen Schnurrbart angeklebt und den Alltag eines Paketboten durchgezogen. Und offenbar hat der falsche Bart ganze Arbeit geleistet, denn Cruise konnte Pakete ausliefern, mit Menschen reden und sich sogar mit ihnen auf einen Kaffee hinsetzen. Niemand hat gemerkt, dass er einem millionenschweren und weltbekannten Hollywoodstar gegenübersitzt.