Trailer-Kritik: Batman V Superman - Dawn of Justice

Christoph Koch 11

GIGA reacts to Batman v Superman Trailer.
Lange Zeit wurde darüber spekuliert, wann denn nun der erste Trailer zu „Batman v Superman: Dawn of Justice“ veröffentlicht wird. Am vergangenen Wochenende war es dann soweit: Der erste Trailer fand seinen Weg ins Netz. Wir haben uns den Trailer angeschaut und neben unserer ungefilterten Reaktion haben wir auch unsere Gedanken zum Trailer niedergeschrieben. 

Der Teufel steckt im Detail - Philipp

Nun. Wie ihr der Trailer-Reaction oben entnehmen könnt, hatte ich so meine Probleme, überhaupt auf den ersten Eindruck zu „Batman v Superman: Dawn of Justice“ zu reagieren. Hatte ich mir mehr erhofft? Hatte ich etwas anderes erwartet? Nun. Wenigstens letzteres kann ich bejahen. Das Konglomerat DC und Warner Bros. steht wohl unter einem ziemlichen Druck, was ihr Superhelden-Franchise anbelangt. Es gilt, sich endlich von Marvel abzusetzen und zu zeigen, dass man ebenfalls in der Lage ist, ein funktionierendes, Film-übergreifendes Superhelden-Universum zu schaffen.

Anhand des ersten Trailers dieses Projekt zu beurteilen, wäre nicht fair. Was ich aber sagen kann, ist, dass der „Batman v Superman“-Trailer für mich so noch nicht funktioniert. Es gilt, einen ersten Eindruck zu schaffen, der die Neugier weckt. Dies ist bisher bei mir fehlgeschlagen, denn das Batman (Ben Affleck) so seine Probleme mit Superman (Henry Cavill) hat, verrät mir schon der Titel, der seit gut einem Jahr feststeht. Jetzt hat mir der etwas konkretere Einblick gefehlt.

Was bedeutet „Batman v Superman“? Sprücheklopfen und böses Anstarren? Der Trailer macht einen richtigen Anfang, indem er die Ambivalenz der Superman-Heldenfigur herausstellt. Er wird gehasst, er wird gefeiert, Zweifel bestehen, Statuen werden errichtet und beschmiert. Und dann ist da Batman, der sich gegen Superman stellt und ihn bedroht. Das macht für Comic-Fans wahrscheinlich Sinn, für den Rest fehlt der Zusammenhang. DC baut im ersten Trailer schon auf ein Vorverständnis auf, dass dem Franchise noch nicht zugrunde liegt.

Schmankerl stecken nur in der Tonspur des Trailers: Nicht nur vernehmen wir Jeremy Irons markante Stimme, der in die Rolle von Batmans Butler Alfred schlüpfen wird, sondern können auch für einen Moment Jesse Eisenberg hören, der den Bösewicht Lex Luthor verkörpert. Zwei Highlights in dem doch wenig überraschenden und unspannenden Trailer.

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Nichts Neues im DC-Universum - Christoph

Was habe ich mich auf den ersten Trailer zu „Batman v Superman: Dawn of Justice“ gefreut. Allein der Gedanke, dass die beiden Helden zusammen auf der Leinwand zu sehen sein werden, versetzte mich in Entzückung. Als DC und Warner dann die ersten Charakterbilder veröffentlichten, war ich eigentlich sehr positiv gestimmt. Doch dann flimmerte der erste Trailer von „Batman v Superman: Dawn of Justice“ über den Bildschirm und ich wurde enttäuscht. „Man of Steel“ war für mich nur ein okayer Film und konnte mich leider nicht so richtig abholen, weswegen ich inständig hoffte, dass sich DC/Warner die allgemeine Unzufriedenheit über „Man of Steel“ zu Herzen nehmen würden und bei „Batman v Superman“ neue Wege gehen.

Doch nach den ersten Bildern zu urteilen scheint das eine Hoffnung zu bleiben, denn alles, was der Trailer zeigt, sieht Original aus wie ein simples „Man of Steel 2“. Ja, ich weiß, „Batman v Superman: Dawn of Justice“ ist auch als ein „Man of Steel 2“ angelegt, doch kann man nicht dennoch einen neuen Weg gehen? Wir bekommen düstere Bilder serviert, die zwar alle sehr ästhetisch aussehen, doch sich spätestens seit der „Dark Knight“-Trilogie und „Man of Steel“ ein wenig abgenutzt haben. Es wäre einfach schön gewesen, mal ein wenig weniger grimmige und düstere Bilder im DC-Universum zu sehen.

Ich habe nicht einmal erwartet, dass das Rad mit „Batman v Superman“ neu erfunden wird, sondern einfach nur gehofft, dass man sich ein wenig weiter bewegt und nicht auf der Stelle tritt und ein weiteres „Man of Steel“ nur eben mit Batman abliefert. Leider scheint uns das jedoch zu erwarten. Klar, die Stimme von Ben Afflecks Batman ist schon irgendwie cool und auch die Geschichte rund um die unterschiedlichen Parteien, die in Superman eine Gefahr oder eben einen Helden sehen, birgt viel Potential, doch ich habe Angst, dass der Film am Ende erneut zu einem großen Explosions-Streifen wird, der einzig auf die Schauwerte setzt, die man so irgendwie schon in „Man of Steel“ gesehen hat.

Schade Warner und DC! Ihr hattet die Chance mit dem ersten Trailer so richtig für Wirbel zu sorgen, aber ihr geht leider auf Nummer sicher und hofft, dass euch Fans das noch einmal verzeihen. Leider nicht mit mir. Jetzt braucht es viel Überzeugungsarbeit, bis ich richtig Lust auf den Film habe. Nehmt euch doch mal ein Beispiel am „Star Wars 7“-Trailer: Der schafft es, Lust auf ein Abenteuer zu machen und trotz dem altwürdigen „Star Wars“-Franchise im Rücken frisch und unverbraucht zu wirken. Leider wirkt der „Batman v Superman“-Trailer dagegen wie eingeschlafene Füße und schon hundert Mal gesehen.

 

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